Klötzer BI beklagt: Lkw-Verkehr hat wieder zugenommen

Salzwedel schnell wieder überkleben

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Die Schrauben glänzen noch neu: Am Abzweig Zicherie ist seit einigen Wochen Salzwedel neu ausgeschildert. Die Folge: Der Lkw-Verkehr Richtung Klötze hat wieder zugenommen.

Klötze. „Das ist richtig merkwürdig. “ Lothar Jährig, Sprecher der Klötzer BI Pro Ortsumgehung Brome, wundert sich seit einigen Wochen. Der Verkehr auf der früheren Umleitungsstrecke fürs Bromer Nadelöhr auf der L 20/22 hat stark zugenommen.

Vermehrt donnern wieder Lkw durch Jahrstedt, Kunrau, Kusey und Klötze, obwohl doch die offizielle Umleitung über Mellin und Nettgau nach Rohrberg führt. Und dann haben Klötzer, die täglich zur Schicht ins VW-Werk fahren, Merkwürdiges beobachtet: Auf dem gelben Vorwegweiser in der Nähe des Hotels Hubertus in Zicherie steht seit einigen Wochen neben Zicherie und Klötze auch wieder Salzwedel dran. Viele Lkw-Fahrer, die Richtung Salzwedel wollen, verlassen nun die B 244 Richtung Brome und biegen nach Zicherie ab. „Vorher war es relativ ruhig. Nun hat der Verkehr wieder deutlich zugenommen“, hat Lothar Jährig festgestellt. Auch Jürgen Barth, Landtagsabgeordneter und ebenfalls Mitglied in der BI, ist über die Beobachtungen informiert worden. „Das Schild sollte schnellstmöglich überklebt werden“, forderte er am Dienstagabend beim Klötzer SPD-Ortsverein. Er wie auch Lothar Jährig haben Landrat Michael Ziche über die Veränderungen informiert. „Wir bleiben dran und sind weiter 100 pro am Ball“, sagt Lothar Jährig. Die nächste Vorstandssitzung der BI ist schon in Vorbereitung und wird sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen.

„Es hat einen Vororttermin mit dem Landkreis Gifhorn in Zicherie gegeben“, bestätigte Kreis-Pressesprecherin Birgit Eurich auf AZ-Anfrage. Dabei hätte die Mitarbeiterin der Verkehrsbehörde aus Salzwedel festgestellt, dass kein neues Schild aufgebaut wurde, sondern die Hinweistafel schon länger steht und auf Salzwedel verweist. Schon ein flüchtiger Blick auf das Schild reicht aus, um zu erkennen, dass das Wort Salzwedel zusätzlich angebracht ist, die Schrauben, die die Tafel halten, glänzen noch neu. Trotzdem ist der Altmarkkreis mit dieser Beschilderung nicht einverstanden. „Die Verhandlungen mit dem Landkreis Gifhorn laufen noch. Es gibt einen Schriftverkehr, aber noch keine Antwort“, informierte Birgit Eurich weiter. Nach Bekanntwerden der Probleme wurde der Altmarkkreis tätig. Allerdings: Es handelt sich um Gifhorner Territorium, der dortige Landkreis entscheide, was auf den Vorwegweisern steht. „Wir können nur Bitten äußern“, gibt Birgit Eurich zu bedenken.

Von Monika Schmidt

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