Klärendes Gespräch zwischen der Klötzer Feuerwehr und der Verwaltung

Sachbearbeiter soll die Wogen glätten

+
Der Investitionsstau bei den Feuerwehren wird auch bei der Fahrzeugbeschaffung deutlich: So mussten die Wenzer fast zwei Jahre auf ihr neues Fahrzeug warten, das zum Jubiläum im vergangenen Jahr übergeben wurde.

Klötze. Die Klötzer Feuerwehr hat Alarm geschlagen. Deshalb gab es in der vergangenen Woche ein Gespräch zwischen den Brandschützern, dem Bürgermeister und der Verwaltung. Beklagt wurde von der Wehr der Investitionsstau.

Zwar seien im vergangenen Haushalt rund eine Millionen Euro für Anschaffungen in den Wehren zur Verfügung gestellt worden, davon haben die Brandschützer aber noch nicht viel gemerkt. So dauere es nicht nur bei der Beschaffung von Fahrzeugen viel zu lange, bis in den Haushalt eingeplante Vorhaben umgesetzt sind, beklagten die Klötzer. Das räumte Bürgermeister Uwe Bartels ein. Auch er würde sich in vielen Dingen eine schnelle Umsetzung wünschen. „Das Gespräch war sehr konstruktiv“, fasste er im Stadtrat zusammen. Nun werde sich die Verwaltung der Dinge, die angesprochen wurden, annehmen.

„Das Gespräch hat aber auch gezeigt, wie wichtig ein eigener Sachbearbeiter im Rathaus für die Belange der Feuerwehr ist“, betonte Uwe Bartels auf AZ-Anfrage. Nachdem der Haushalt vom Stadtrat beschlossen wurde, kann die Stellenausschreibung auf den Weg gebracht werden. Der Sachbearbeiter soll den Kontakt zwischen den Wehren und der Verwaltung halten, sich um die Umsetzung der Anschaffungen kümmern und als Ansprechpartner für die Wünsche der Wehren dienen. „Ich kann die Unzufriedenheit, weil die Anschaffungen so lange dauern, verstehen“, räumt Uwe Bartels ein. Bei allen Jahreshauptversammlungen der Wehren sei das immer wieder ein Thema. Kritisiert wird dort auch häufig, dass Gegenstände der persönlichen Ausrüstung der Brandschützer fehlen. Gerade diese kleineren Anschaffungen sollen künftig schneller über die Bühne gehen. Bartels Ziel: „Wir müssen Zufriedenheit schaffen.“

Durch die Schaffung der neuen Stellen in der Verwaltung soll auch der Stadtwehrleiter entlastet werden. Bis Anfang April ist Jan-Christian Jakobs noch in dieser Funktion im Amt, dann läuft die zweijährige Berufung aus. Der Böckwitzer hatte noch im November erklärt, nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen und eigentlich bereits zum Jahresende seinen Rücktritt erklärt. Der Klötzer Bürgermeister hofft nun, durch die Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern, durch den Sachbearbeiter und die Schaffung von Stellvertretern Jan-Christian Jakobs doch noch zum Weitermachen bewegen zu könne. „Wir wollen die Stadtwehrleitung breiter aufstellen, der Sachbearbeiter soll viel Arbeit abnehmen“, versicherte der Bürgermeister.

Von Monika Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.