Streichelgehege wird vergrößert / Spielplatz kommt im Eingangsbereich auf die grüne Wiese

Rückzug durch eine Schleuse

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Die Rasenfläche hinter dem Eingangstor soll zum Spielplatz umfunktioniert werden. Der marode Sponsorenbaum (vorn) verschwindet. Er wird an anderer Stelle durch eine Tafel ersetzt.

Klötze. „Wenn wir das alles in diesem Jahr schaffen, dann haben wir wirklich etwas erreicht.“ Lothar Schulze, Vorsitzender des Fördervereins für das Klötzer Tiergehege, ist optimistisch.

Der Verein kann bei seinen Plänen zur Umgestaltung der Einrichtung auf vielfältige Unterstützung hoffen.

Nicht nur von der Stadt und von Tierpfleger Karsten Langleist, auch die Bevölkerung steht hinter dem Verein. So kommen zu jedem Arbeitseinsatz auch Teilnehmer, die noch nicht Mitglied im Verein sind, sondern sich einfach so für den Erhalt der Einrichtung stark machen wollen.

Neben den Reparatur- und Erneuerungsarbeiten in den vorhandenen Gehegen soll es auch einige Umgestaltungen geben, kündigt der Vorsitzende an. So soll bei der Vogelvoliere die Barriere, die die Besucher von den Tieren entfernt halten lässt, abgebaut werden. Die Käfige bekommen ein anderes Gitter, damit die Tiere besser betrachtet werden können. Ein Schwerpunkt ist das neue Streichelgehege. Dort wurden beim Arbeitseinsatz bereits Aufräumarbeiten erledigt. „Das Gehege soll in Richtung Bach erweitert werden“, kündigt Lothar Schulze an. Die ersten Tiere, die zum Streicheln zur Verfügung gestellt werden, sind schon da und werden aneinandergewöhnt. „Das Streichelgehege wird eine Schleuse bekommen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. So können sich die Tiere, wenn sie keine Lust aufs Streicheln haben, von den Besuchern zurückziehen.

Noch nicht entschieden ist, was mit dem alten Affenkäfig wird. Dort gehen die Vorstellungen auseinander: Die einen möchten ihn abreißen und durch ein anderes Gehege ersetzen, andere möchten den historischen Käfig erhalten. Auf jeden Fall dem Tiergehege erhalten bleiben sollen die Frettchen, die im hinteren Bereich des Käfigs ihr Zuhause haben. Wenn die possierlichen Nager mal nicht gerade schlafen, sind sie vor allem für Kinder eine Attraktion.

An die Kinder wird künftig auch unmittelbar im Eingangsbereich gedacht. Die Grünfläche hinter dem Eingangstor, die bislang nur mit einer Sponsorentafel und Rasen bestückt ist, soll zum Spielplatz umfunktioniert werden. In zwei Bereichen rechts und links sollen Spielmöglichkeiten für die Kinder geschaffen werden. Die Fläche soll zwar erhöht bleiben, aber die steinerne Umrandung soll so abgeschrägt werden, dass Besucher auch mit dem Rollator oder Kinderwagen über die Fläche fahren können, kündigt Lothar Schulze an.

„Geld ist genügend da“, bedankt er sich für die Unterstützung der Stadt, die in diesem Jahr 100 000 Euro für die Umgestaltung im Haushalt zur Verfügung gestellt hat. Nur das Ausgeben geht dem Fördervereins-Vorsitzenden nicht schnell genug. Da es sich um Gelder der öffentlichen Hand handelt, muss es zuvor eine ordnungsgemäße Vergabe geben. Und dafür sind Fristen einzuhalten, sonst wäre der Verein mit der Umsetzung seiner Ideen schon viel weiter, ist sich Schulze sicher.

Von Monika Schmidt

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