Reges Interesse an Informationsveranstaltung zum Glasfaserausbau in Jahrstedt 

75 Prozent gucken noch in die Röhre

Zahlreiche Einwohner aus Jahrstedt kamen am Montagabend zur Informationsveranstaltung für den Glasfaserausbau.
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Zahlreiche Einwohner aus Jahrstedt kamen am Montagabend zur Informationsveranstaltung für den Glasfaserausbau.
  • VonLina Wüstenberg
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Viele Einwohner Jahrstedts nahmen am Montagabend an der Informationsveranstaltung zum Glasfaserausbau teil. Die Mitarbeiter von DNS:net informierten sie über die ihre zukünftigen Möglichkeiten. 

„Ein Viertel wird ausgebaut“

Der stellvertretende Ortsbürgermeister André Homeyer eröffnete die Runde: „Wir haben zurzeit eine Ausbauphase. Es ist teilweise etwas verwirrend. Ein Viertel unseres Dorfes wird ausgebaut. Die anderen 75 Prozent gucken in die Röhre. Deswegen habe ich mich an die DNS:net gewendet. Sie würden den Rest des Dorfes ausbauen, wenn sich genügend Leute melden.“

Jens Strahlendorff und Marcel Barta waren mit noch zwei anderen Mitarbeitern vor Ort „Wir sind hier, weil wir gemeinsam mit Ihnen schauen wollen, dass wir für die, die jetzt ein bisschen in Röhre schauen, eine Lösung finden. Die weißen Flecken, die förderfähig sind, kriegen einen Glasfaseranschluss“, sagte er.

Die DNS:net will den Glasfaseranschluss in Jahrstedt privatwirtschaftlich ausbauen, deswegen braucht sie eine bestimmte Quote. „Wir reden von einer Quote von 50 Prozent, die wir brauchen. Das betrifft nur die schwarzen Flecken, die nicht berücksichtigt werden“, erklärte Jens Strahlendorff.

DNS:net bietet einen Tarif für die weißen und auch die schwarzen Flecken. „Was sich bei uns vom kommunalen Ausbau unterscheidet, ist der Tiefbau. Zehn Meter Tiefbau sind bei uns inklusive“ so Jens Strahlendorff. Der Tiefbau ist auch abhängig von der Oberfläche, „sodass es manchmal günstiger ist, den Tiefbau selbst zu übernehmen.“

Nach Erreichen der 50 Prozent wird mit einem Tiefbauer geplant, wo die Glasfaser hinkommen soll.

Jens Strahlendorff wies weiterhin daraufhin: „Wir übernehmen die Kündigung des alten Vertrags und importieren die neue Nummer. Dadurch ist es ein sauberer Übergang. Wir schalten sie immer erst dann zu, wenn ihr alter Vertrag ausgelaufen ist. Das geht jedoch nur mit einer festen Festnetznummer.“

Ein wichtiges Datum für die Jahrstedter ist der 17. September. Bis dahin muss die Quote von 50 Prozent erreicht werden, damit der Anschluss mit dem Tiefbau kostenlos ist. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir die 50 Prozent nicht in den ersten Wochen, aber am Ende die Quote erhalten. Dafür müssen Sie mithelfen. Das schaffen Sie nur gemeinsam. Nach dem Stichtag kostet es richtig Geld“, erklärte er.

75 Haushalte werden benötigt

Anschließend konnten die Bürger Fragen stellen. Einer wollte wissen, wie viele Haushalte die 50 Prozent sind.

„Ich habe die Punkte gezählt, das waren 150 also brauchen wir 75 Haushalte“, sagt André Homeyer. Ein anderer Bürger stellte die Frage, ob es neue Leitung gibt. Dazu sagte Jens Strahlendorff, dass die DNS:net von dem Kommunalnetz, was dort gebaut wird, der Netzbetreiber ist. In Jahrstedt ist die Trasse schon vorhanden. „Deswegen ist Jahrstedt ein interessanter Ort und die vorhandene Infrastruktur wird erweitert“, meinte er.

Auf die Frage, wie es mit Mietwohnung ist, antwortete Stahlendorff: „Der Eigentümer muss zu stimmen. Doch am Ende hat er eine hochmoderne Glasfaserleitung in seiner Immobilie.“ André Homeyer ergänzte: „Ich habe mit der WoBau gesprochen, sie übernehmen die Kosten.“

Anschließend ging Marcel Barta gemeinsam mit den Einwohnern das Auftragsformular durch. Auch haben sie die Möglichkeit zu den Sprechstunden zu gehen. Diese finden am 25. August, 1. und 8. September von 18 bis 19 Uhr vor Ort statt.

Der stellvertretende Ortsbürgermeister André Homeyer ist zuversichtlich, dass sie die Quote erreichen. „Aber ich appelliere auch an die, die heute nicht da waren“, sagte André Homeyer zum Schluss.

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