Sammellager wird leer geräumt

Rechtzeitig zu Weihnachten: Aus Kunrau startet nächste Woche ein weiterer Hilfstransport

+
Das Spendenlager in Kunrau ist trotz zweier Transporte im Herbst immer noch gut gefüllt.

Kunrau. In der Region Zvoristea, im Grenzgebiet zwischen Rumänien und der Ukraine, ist es schon bitterkalt. „Bei minus 20 Grad wurde dort der Hilfstransport ausgeladen und die Spenden verteilt“, informiert Erich Fischbeck.

Von seinem Lager in Kunrau aus war der Transporter im November auf den Weg geschickt worden. „Es ist alles gut angekommen“, kann der Kunrauer Rumänienhelfer nach dem jüngsten Treffen der Gruppe berichten.

Nächste Woche wird ein weiterer Hilfstransport nach Rumänien starten. Dort ist die Freude über die Spenden, die bei minus 20 Grad verteilt wurden, sehr groß. 

Ein Teil der Spenden wurde direkt beim Hilfeverein verteilt. Dort konnten sich die Bedürftigen die Spenden abholen. Wer das nicht konnte, weil der Weg zu weit oder die Menschen zu krank und alt sind, dem wurden die Spenden auch direkt nach Hause gebracht. Vor allem warme Wintersachen, Schuhe und Bettzeug waren dieses Mal sehr begehrt, weiß Erich Fischbeck. Auch die Lebensmittel fanden viele Abnehmer. „Es fehlen aber weiterhin warme Wintersachen und feste Schuhe, damit die Bedürftigen gut über den Winter kommen“, erklärt der Kunrauer.

Weil die Scheune trotz der zwei Transporte in diesem Herbst immer noch gut gefüllt ist, wird in der kommenden Woche ein weiterer Lkw von Kunrau aus nach Rumänien fahren, kündigte Erich Fischbeck an. Er wird unter anderem Lebensmittel wie Speiseöl, Nudeln und Mehl im Gepäck haben, die die Rumänienhelfer von den Spendengeldern gekauft haben. Rechtzeitig zu Weihnachten wird der Transporter in Rumänien eintreffen. Ziel ist es, die Scheune in Kunrau über den Winter so gut wie leer zu bekommen. Deshalb wird der Lkw auch nur und ausschließlich in Kunrau beladen.

„Ich werde über den Winter keine Spenden annehmen“, kündigt Erich Fischbeck an. Und für das neue Jahr möchte der Senior ab Frühjahr feste Öffnungszeiten für die Spenden machen. „Dann kann ich die Annahme auch mal an jemanden anderen abgeben und muss nicht immer vor Ort sein“, begründet er. Wie die Öffnungszeiten aussehen sollen, will sich der Kunrauer bis zum Frühjahr noch überlegen. Wichtig ist es für ihn, dass das Lager über den Winter leer geräumt wird und die Bedürftigen in der Region Zvoristea sich noch kurz vor dem Weihnachtsfest auf weitere Unterstützung freuen können.

„Die Spendenbereitschaft der Altmärker ist immer noch sehr groß“, weiß Erich Fischbeck aus eigener Erfahrung. Kaum ein Tag vergeht, an dem keine Spenden zum Kunrauer Lager gebracht werden. Für die große Spendenbereitschaft bedanken sich die Rumänienhelfer. „Die Bedürftigen in der Region freuen sich, sie sind aber auch auf die Hilfe von uns angewiesen“, betont Erich Fischbeck.

Beim jüngsten Treffen der Rumänienhelfer wurde ein Video von der jüngsten Fahrt gezeigt. Die Mitglieder der Rumänienhilfe konnten sich so selbst von der großen Freude überzeugen, die mit den Spenden bei den Menschen in der Grenzregion zwischen Rumänien und der Ukraine erzeugt wird.

Von Monika Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare