Kunrauer Ortsrat diskutiert über Maßnahmen gegen Geschwindigkeitssünder

„Raserei ist nicht hinnehmbar“

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Im angrenzenden Niedersachsen und auch anderswo häufig zu sehen: Fest installierte Blitzer. Ob solche Geräte Sinn machen, darüber gehen die Meinungen im Kunrauer Rat auseinander.

Kunrau. Was gegen Geschwindigkeitssünder an der Neuferchauer Straße (L 23) in Kunrau getan werden kann, war in der jüngsten Ortschaftsratssitzung nicht zum ersten Mal Thema.

Ob häufigere Kontrollen, ein fest installierter Blitzer oder auch nur eine Geschwindigkeitsanzeige – es gebe viele Möglichkeiten und in der Vergangenheit wurden hierzu auch schon mehrfach Anträge gestellt, erinnerte Ortsbürgermeister Uwe Bock.

Eigentlich sei die Raserei auf der an der Grundschule vorbeiführenden Straße „nicht hinnehmbar“, so der Ortschef, der verwundert feststellte, dass beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern „an jeder Ecke“ ein fester Blitzer stehe. Denn schließlich könne auf dem zum Schnellfahren verführenden „langen Ende“ der Ortsdurchfahrt mit nicht gerade geringen Einnahmen gerechnet werden. Die Entscheidungshoheit für eine solche Maßnahme liege jedoch, da es sich um eine Landesstraße handele, nun mal nicht in der Region.

Vize-Ortschef Burkhard Hartmann hält dagegen einen festen Blitzer für wenig wirksam. Denn jeder, der um den Blitzer wisse, habe die Möglichkeit, an dieser Stelle langsam und ansonsten schneller zu fahren. Dass in Sachen Geschwindigkeitskontrollen an der L 23 gar nichts passiere, könne nicht behauptet werden, so Hartmann. Die mobilen Blitzer können allerdings nicht überall gleichzeitig sein. Das Land besitze zwei solcher Geräte, ein weiteres gebe es für das Gebiet des Altmarkkreises Salzwedel. Zudem sei unter den örtlichen Gegebenheiten das Aufstellen des Blitzgerätes nur rund 150 Meter vor dem Ortsausgang möglich. Rasch könne da der Vorwurf der „Abzocke“ laut werden. Ansonsten würde auf der Strecke vielleicht häufiger die Geschwindigkeit kontrolliert werden.

Von Matthias Mittank

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