Finanzausschuss einigte sich mit Bauausschuss auf Prioritätenliste für 2020

Rätzlinger Kita muss weiter warten

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Für die seit zwei Jahren gesperrte Walbecker Brauhofbrücke wird es keinen Ersatzneubau, sondern eine Sanierung geben. Darauf einigte sich der Bau- und Vergabeausschuss.

Oebisfelde – Die Kuh ist erst einmal vom Eis, was die Prioritätenliste für 2020 der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen betrifft.

Denn der städtische Finanzausschuss einigte sich mit den Mitgliedern des Bau- und Vergabeausschusses am Donnerstag auf eine endgültige Investitionsliste für das kommende Jahr. Dabei war nur die Streichung für die geplanten energetische Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte Rätzlingen notwendig, um das Minus von etwa 420 000 Euro auszugleichen. Denn für die Maßnahme waren 595 000 Euro eingeplant, wie Kämmerin Dörte Wulff die Ausschussmitglieder informierte. Von den fast 600 000 Euro für die vorgesehenen Erweiterung sollten 276 000 Euro an Fördergeldern fließen, wie Stadtkämmerin Dörte Wulff weiter mitteilte. Sie hatte in den zurückliegenden Sitzungen von beiden Ausschüssen immer eine schwarze Null für die Prioritätenliste gefordert. Das Vorhaben wird nun von 2020 auf 2021 verschoben. Es steht aber 2021 an erster Stelle. Darauf einigten sich die Ausschussmitglieder bei der gemeinsamen Abstimmung. Wie Sabine Fischer vom städtischen Bauamt dem gemeinsamen Gremium sagte, gibt es bei der Verschiebung der Maßnahme auf 2021 keine Probleme mit dem Abrufen der Fördermittel. Für den scheidenden Rätzlinger Ortsbürgermeister Wilhelm Behrens ist die erneute Verschiebung des Kita-Anbaus auf 2021 nicht mehr nachvollziehbar. Denn seit vier Jahren liegt ein Konzept vor, dass die Entwicklung der Kinder bis 2030 aufzeigt. Der Erweiterungsbau ist auch nötig, da die Kapazitäten in der Immobilie längst ausgeschöpft sind. Nach der gemeinsamen Sitzung steht fest, der Anbau kommt 2021.

Zwar wird der Kita-Anbau in Rätzlingen auf 2021 verschoben, doch in Döhren soll es einen Ersatzneubau für das  dortige Feuerwehrgerätehaus geben. Die Immobilie ist seit Jahren wegen der maroden Bausubstanz gesperrt, waren sich sowohl der Bau- und Vergabe-, als auch der Finanzausschuss einig.

Für den investiven Bereich stehen für 2020 nur 650 000 Euro zur Verfügung. Die angemeldeten Vorhaben belaufen sich aber auf 1,8 Millionen Euro. Dazu gehören der Lückenschluss des Radweges an der Landesstraße 24, die Sanierung der seit zwei Jahren gesperrten Walbecker Brauhofbrücke und ein neues Tanklöschfahrzeug für die dortige Wehr. Bei der Walbecker Brauhofbrücke wird es keinen Neubau, sondern eine Sanierung 2020 geben. Die kostet nach den momentanen Planungen nur 300 000 Euro statt 481 000 Euro.

Platz eins in dem Investitionspapier für 2020 ist weiter der Anbau sowie die Sanierung der Weferlinger Grundschule. Allerdings liegt immer noch kein Maßnahmebeginn vom Landesverwaltungsamt vor, bedauert Einheitsgemeinde-Bürgermeister Hans-Werner Kraul. An zweiter Stelle auf dem Papier findet sich der Abriss der Gittelbrücke bei Walbeck wieder, und den dritten Rang nimmt der gegenwärtige laufende Breitbandausbau in der Großkommune ein.

VON HENNING LEHMANN

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