SPD-Ortsverein Klötze will sich einsetzen: Anschluss nach Nesenitz fehlt noch immer

Radwege als Schwerpunkt

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Dass es aus Klötze heraus keine Radwege gibt, missfällt den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins. Sie wollen sich für den Bau von straßenbegleitenden Radwegen einsetzen, vor allem für den fehlenden Anschluss Richtung Beetzendorf.

Klötze. „Mit den Radwegen in Klötze können wir nicht zufrieden sein“, begann Adolf Fehse bei der Versammlung des SPD-Ortsvereins in Klötze eine Diskussion. Sie seien in der Stadt teilweise in einem „desolaten Zustand“.

Auch Bernd Unruh hat auf diesen Umstand schon mehrfach im Ortschaftsrat hingewiesen. So bemängelt er beispielsweise den Radweg aus Klötze-Süd kommend entlang der Oebisfelder Straße bis zur Familienbildungsstätte.

Dort sind die Gehwegplatten gebrochen, gibt es teilweise hohe Absätze, die die Nutzung des Radweges für die Radfahrer zum Vabanquespiel machen. Zudem fehle, so betonte Bernd Unruh bei der SPD-Versammlung, ein Anschluss an die B 71. Weil es aus Klötze herausführend keine Radwege gibt, könnten größere Radtouren gar nicht stattfinden. „Das ist Landessache, wir müssen uns erst mal um unsere Stadt kümmern“, widersprach Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt. Deshalb müsse der Blick zunächst auf den fehlenden Lückenschluss zwischen Nesenitz und Klötze gerichtet werden. Der Radweg wird auch auf der Prioritätenliste des Ortschaftsrates für den Haushalt 2019 stehen, kündigte er an.

Für die Mitglieder des Klötzer SPD-Ortsvereins bleiben die Radwege aber ein Thema. Dessen Vorsitzender Jürgen Barth schlug vor, die Forderung nach straßenbegleitenden Radwegen zu einem Schwerpunkt für die bevorstehende Kommunalwahl zu machen. „Wir haben den schönen Klötzer Forst vor der Tür, aber keine Radwege dorthin“, sah Bernd Unruh in dem Fehlen auch einen Minuspunkt für die touristische Erschließung der Region. „Das Thema beschäftigt uns seit dem ersten Tag nach der Wende“, meinte Adolf Fehse. Damals seien in Klötze andere Prioritäten, beispielsweise der Straßenbau, gesetzt worden. Das räche sich nun: Die SPD-Mitglieder waren sich einig, unbedingt bei der Stadt noch einmal nachzuhaken, warum die Radwegfortsetzung vom Land immer wieder verschoben wird. Die Grundstücksfragen seien, so wusste Jürgen Barth, doch längst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens geklärt.

Von Monika Schmidt

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