Weiter offene Eigentumsfragen

Radweg-Lückenschluss nach Beetzendorf: „Wenn wir durch sind, bauen wir“

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Der Radweg an der L 19 von Beetzendorf kommend endet weiterhin am Abzweig Nesenitz. Manfred Krüger hofft aber, dass im kommenden Jahr endlich der Lückenschluss bis Klötze vollzogen werden kann.

Klötze – Ein entscheidendes Problem bei der Infrastruktur in Klötze ist noch nicht gelöst. Das bedauert der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Barth aus Lockstedt. Nämlich der Lückenschluss des Radwegs zwischen Klötze und Bandau an der L 19.

Die Verbindung zwischen dem Klötzer Ortsausgang und dem Abzweig nach Nesenitz lässt seit Jahren auf sich warten.

Noch im Frühjahr hatte der Lockstedter Landtagsabgeordnete gute Nachrichten verkündet. Manfred Krüger, Leiter des Regionalbereichs Nord bei der Landesstraßenbaubehörde, hatte Jürgen Barth in die Hand versprochen, dass der Radweg noch in diesem Jahr realisiert wird. „Er hatte mir hoch und heilig versprochen, dass das in diesem Jahr was wird“, erinnerte Jürgen Barth bei einer SPD-Ortsvereinsversammlung. Nun stehe aber bereits der Frost vor der Tür, ohne dass die Baumaßnahme angelaufen sei.

„Schon seit fast 30 Jahren ist das Problem nicht gelöst“, ärgerte sich Jürgen Barth über die fehlenden weniger als zwei Kilometer, um den Radweg von Klötze bis Beetzendorf durchgängig befahrbar zu machen und ihn damit unter anderem auch im Sommer als Schulweg für die Gymnasiasten zu nutzen. „Man hätte sich mehr mit Nachdruck darum kümmern müssen, dann wäre das schon gebaut“, vermutete Jürgen Barth. Am Geld scheitert es nicht, das steht seit Jahren im Landeshaushalt bereit. Aber es gibt immer noch offene Grundstücksfragen, die einen Bau verhindern, wusste er und vermutete, dass wohl in diesem Jahr nicht mehr gebaut werde.

Manfred Krüger bestätigt das auf AZ-Anfrage. „Es ist eine sehr mühsame Angelegenheit“, betont der Leiter der Stendaler Behörde. Aber es gebe ein wenig Licht am Ende des Tunnels: „Wir sind schon ein Stückchen vorangekommen“, erklärt er. Fünf Fälle bezüglich der Eigentumsverhältnisse seien derzeit noch in Bearbeitung. Sie sind alle auf einem unterschiedlichen Stand. „Mit riesengroßer Wahrscheinlichkeit bekommen wir sie aber im kommenden Jahr geklärt“, kündigt Manfred Krüger an. „Ich bin positiv, dass wir das im nächsten Jahr abschließen können“, macht er den wartenden Klötzern ein wenig Hoffnung auf eine Lösung. Der Behördenleiter verspricht: „Wenn wir durch sind, bauen wir auch.“

Deshalb werde das Geld, das für den Bau des Lückenschlusses benötigt wird, von ihm auch weiter im Haushalt bereitgehalten und geblockt. So verfährt er jedes Jahr: Das Geld bleibt so lange für das laufende Jahr zur Verfügung, bis klar ist, dass in dem Jahr nicht mehr gebaut werden kann. Dann wird es für andere Maßnahmen ausgegeben und im Folgejahr ein neuer Anlauf gestartet. So verfuhr Manfred Krüger auch in diesem Jahr: Bis in die zweite Jahreshälfte hinein, hatte er das Geld geblockt und erst, als sich abzeichnete, dass der Bau 2019 doch nicht zustande kommt, freigegeben. „Es brennt auch uns als Behörde unter den Nägeln, das Verfahren endlich abzuschließen“, erklärt der Regionalbereichsleiter weiter. Er wisse von keinem anderen Verfahren im Land, bei dem sich die Umsetzung so lange hingezögert habe. „In anderen Fällen wurde dann aufgegeben.“ Das sei für den Radweglückenschluss zwischen Klötze und Bandau aber keine Option.

Der Bau soll umgesetzt werden – aller Voraussicht nach im kommenden Jahr. „So lange in der Schublade hatten wir noch nichts“, betont Manfred Krüger, dass die Bauunterlagen für den Radwegabschnitt schon lange fertig sind. Es scheitert weiter an den ungeklärten Eigentumsfragen.

VON MONIKA SCHMIDT

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