„Querelen müssen vom Tisch“

Die Einwohner, die die Ortschaftsratssitzung in Böckwitz verfolgten, hörten harsche Kritik des Ortsbürgermeisters am Museumsverein und ganz viel Lob für die anderen Vereine des Ortes.

Böckwitz - Von Monika Schmidt. Ein dickes Lob für die Vereine in Jahrstedt zollte Ortsbürgermeister Uwe Bartels. „Ich bin stolz auf die Vorstände“, stellte er bei der Ortschaftsratssitzung in Böckwitz fest.

Er machte allerdings eine Ausnahme: Den Museumsverein Böckwitz schloss er ausdrücklich nicht in dieses Lob mit ein. „Mit dem Vorstand ist keine vernünftige Zusammenarbeit möglich“, stellte Uwe Bartels angesichts der jüngsten Ereignisse bei der Mitgliederversammlung fest. Er forderte: „Die internen Querelen müssen vom Tisch.“ Nur so könne der Museumsverein in Böckwitz erhalten bleiben. „Der Ortschaftsrat ist betroffen darüber, wie sich der Museumsverein aufreibt, in einer Situation, in der es eigentlich einer Zusammenarbeit dringend bedarf“, stellte Uwe Bartels fest. Schließlich sollen die Leadermittel, die nur bis 2013 fließen, genutzt werden, um in Böckwitz ein richtiges Grenzmuseum zu bauen. Deshalb müsse das „Bekriegen“ dringend ein Ende haben, forderte der Ortsbürgermeister. Auch er persönlich habe leider keine gute Zusammenarbeit mit der ersten Vorsitzenden des Vereins. „Der Verein arbeitet nicht mit, sondern gegen uns“, bedauerte der Ortsbürgermeister. Er setze große Hoffnungen auf das kommende Jahr, wenn die Vereinsvorsitzende wie bereits angekündigt nicht mehr zur Wiederwahl antreten werde.

Alle anderen Vereine und Vereinsvorstände würden sich dagegen sehr für die Ortschaft engagieren. Nur durch die Aktivitäten der Vereine sei es möglich gewesen, das kulturelle Leben im Ort in diesem Jahr aufrecht zu erhalten, freute sich Uwe Bartels. „Die Vereine sind allesamt bemüht, sich selbst zu finanzieren“, stellte er zudem fest. „Die Veranstaltungen entsprechen unserem kulturellen Rahmen, da können wir zurecht stolz drauf sein“, fasste Uwe Bartels zusammen. Er könne sich stets auf die Vorstände verlassen. Auch wenn der Ortschaftsrat nicht mehr die großen Zuschüsse vergeben kann, wie in den vergangenen Jahren der eigenständigen Gemeinde, so habe sich der Ortschaftsrat doch entschieden, jedem Verein einen Zuschuss von 300 Euro zukommen zu lassen. Zudem gibt es einen Obolus für die Rentnerbetreuung im Ort. Da die Vereine des Ortes nacheinander Jubiläum haben, kann zudem ein weiteres Geschenk gemacht werden: Jeder Jubiläumsverein bekommt einen Zuschuss von 500 Euro. Diese Regelung gelte allerdings nur, so lange dem Ortschaftsrat als Budget weiter drei Euro pro Einwohner zur Verfügung stehen und die Einwohnerzahl stabil bleibt.

Wegen der schlechten Zusammenarbeit mit dem Vorstand ist der Museumsverein in diesem Jahr bei den Zuschüssen nicht berücksichtigt worden, informierte der Ortsbürgermeister weiter.

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