Nicht alle Vorverträge eingepflegt

Quarnebeck: Frist läuft aus

Kabel für das schnelle Glasfaserinternet liegen schon in der Erde.
+
In Quarnebeck und Wenze soll der Breitbandausbau des Zweckverbandes bald beginnen.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
    schließen

Damit die Einwohner von Quarnebeck und Wenze förderfähige Anschlüsse für den Breitbandausbau bekommen, haben sie Vorverträge abgeschlossen. Nicht alle sind auch einpflegt worden, einige gingen verloren.

Quarnebeck – „Es war ein großer Irrglauben, dass man nichts tun muss“, gestand Marco Wille ein. Der Wenzer Ortsbürgermeister hatte dies bei der September-Sitzung des Ortschaftsrates mit Bezug auf den bevorstehenden Breitband-Anschluss vom Zweckverband Altmark (ZBA) mitgeteilt. Doch das Gegenteil ist der Fall, hat sich inzwischen herauskristallisiert: Alle ausbaufähigen Haushalte in Quarnebeck und Wenze wurden von DNS-Net am 15. April angeschrieben. „Auch wer einen alten Vorvertrag hat, muss dort anrufen, seine Kundennummer erfragen und klären, ob der Vertrag vorliegt“, informierte Marco Wille. Denn ein großer Teil der Vorverträge für den Glasfaseranschluss, die schon 2018 abgeschlossen wurden, sei nicht in das System eingepflegt worden, berichtete der Ortsbürgermeister. „Viele Leute waren gar nicht gelistet“, hat Marco Wille inzwischen erfahren. DNS-Net habe dies mit mehreren Umzügen in dieser Zeit begründet und sich „umfänglich entschuldigt“, teilte Marco Wille weiter mit. „Wer den Anschluss haben will, muss das unbedingt prüfen“, appellierte er. „Mir kam das gleich etwas komisch vor“, ist dem Quarnebecker im Nachhinein aufgefallen. Denn die Anschlussquote, die für Wenze und Quarnebeck genannt wurde, war viel niedriger, als Wille nach den unzähligen Gesprächen mit Einwohnern nach der Werbetour des Zweckverbandes Breitband erwartet hatte.

Die Zeit drängt

Nun drängt die Zeit, denn die Frist, um den geförderten Anschluss kostenlos zu bekommen, läuft am 1. Mai ab. Marco Wille appellierte an alle, sich schnellstens bei DNS-Net zu melden. „Den Bürgern nur zehn Tage Zeit zu lassen, das reicht nicht“, setzt sich Marco Wille für eine Fristverlängerung ein. Denn offensichtlich seien die Wenzer und Quarne-becker nicht die einzigen, die sich noch kurzfristig unter den im Schreiben angegebenen Berliner Telefonnummern melden müssten. Die Leitungen sind oft besetzt. „Es gibt Klärungsbedarf. Aber ich bin guter Dinge, dass wir die Kuh vom Eis kriegen“, gab sich Marco Wille optimistisch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare