Kunrauer Ortschaftsrat hofft bei der Stadt auf Unterstützung

Projekt Hochzeitsbäume wird wieder angeschoben

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Der Baumbestand im Kunrauer Park soll durch das Projekt Hochzeitsbäume aufgestockt werden: Paare, die im Schloss heiraten, können ihren Bund mit dem Pflanzen eines Baumes hinter dem Schloss besiegeln.

Kunrau. Bei jedem Sturm muss der Kunrauer Schlosspark Federn, eher wohl Blätter, lassen. Mehrere, darunter auch große Bäume, sind in der jüngeren Vergangenheit zerstört und aus den Wurzeln gerissen worden.

„Der Park leidet unter den Stürmen“, schätzt auch der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock. Er möchte gern Gespräche mit der ABS Drömling führen, ob es nicht im grünen Bereich eine Maßnahme für die Aufarbeitung des Holzes im Park geben kann.

Um neue Bäume nachzupflanzen, hatte der Ortschaftsrat das Projekt der Hochzeitsbäume im Blick. „Wir hatten mit Knut Lüder aus Neuferchau auch schon einen Partner dafür gefunden“, erinnert sich Uwe Bock im AZ-Gespräch. Hochzeitspaare, die im Schloss den Bund fürs Leben schließen, könnten diesen durch das Pflanzen eines Baumes noch verstärken. Geplant war, dass die Paare, die sich dafür interessieren, schon bei der Anmeldung der Trauung im Standesamt über die Möglichkeit informiert werden. Sie könnten sich dann bei Knut Lüder einen Baum aussuchen, verschiedene Größen, Arten und Preisklassen stünden dabei zur Auswahl. Der Neuferchauer liefert den Baum und das entsprechende Loch am Tag der Trauung, so dass die Pflanzaktion ein gelungener Abschluss des feierlichen Ja-Wortes sein könnte.

Doch bislang ist es zur Umsetzung des Projektes nicht gekommen, die Verwaltung hatte die Idee zunächst auf Eis gelegt, bedauert Uwe Bock. Unter dem neuen Stadt-Bürgermeister Uwe Bartels wollen die Kunrauer ihr Hochzeitsbäume-Projekt nun wieder anschieben.

„Statt der Hochzeitsbäume hatte Christa Ringkamp von der Gartenakademie Sachsen-Anhalt ein eigenes Projekt für den Park entwickelt“, erinnert Uwe Bock. 40 000 Euro sollte die Stadt für die Umsetzung bezahlen. „Dabei fußt das Konzept auf unseren Unterlagen und Aufzeichnungen, die seit 1998 vorliegen“, ärgert sich Uwe Bock, dass die Park-Bepflanzung ins Stocken geraten ist. Er selbst, aber auch der Kunrauer Ortschronist Otto-Werner Schulz hatten die Vertreterin der Gartenakademie mit Material über den Park versorgt. Während die Gartenakademie viel Geld für die Aufforstung gefordert hat, würde die Umsetzung der Ortschaftsratsidee mit den Hochzeitsbäumen die Stadt gar nichts kosten, da die Bäume von den Hochzeitspaaren finanziert werden.

Uwe Bock hofft deshalb, dass die Stadt Klötze noch einlenkt und das Projekt des Ortschaftsrates zur Umsetzung freigibt.

Von Monika Schmidt

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