Carsten Schulze bekam bei seiner Lesung im Heimatort viel Zuspruch für sein Buch

„Das Privileg der Immekather“

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„Manchmal arbeitete ich auch einfach zwischenfallsfrei vor mich hin“, erinnert sich Carsten Schulze an seine Lehrzeit bei der Raiffeisengenossenschaft. Das gelang ihm aber eher an den wenigsten Tagen, lässt das unterhaltsame Buch als Schluss zu.

Immekath. „Jetzt bin ich doch ein bisschen aufgeregt“, gibt Carsten Schulze unmittelbar vor der Lesung am Freitagabend zu.

Denn immer mehr Einwohner Immekaths, Freunde und Bekannte, Mitglieder des Karnevalsvereins und andere Interessierte drängen sich in den Saal der Gaststätte Zu den Linden.

Der schwierigste Moment des Abends: Die richtigen Worte für die Widmung ins Buch des ehemaligen Arbeitskollegen zu finden.

Am Ende sind es über 50. Sie wollen hören, was „Keule“, so der Spitzname des früheren Immekathers, in seinem Buch „18 Jahre, 20 Jobs“ so erzählt – vor allem natürlich über Immekath und über seinen heiß geliebten ICC. Das „Imme Mau“ zum Auftakt der Lesung kommt auch den Zuhörern leicht über die Lippen. So mancher Anwesende wird erwähnt oder erkennt einen anderen wieder. „Heiterkeit und Glück ich seh’, ein Leben lang im ICC“, reimt Carsten Schulze zum Abschluss des Kapitels über die Immekather Jecken – und steckt schon in der Pause der Lesung am Freitag wieder mitten in den Vorbereitungen für die Auftritte im Februar. Und die ICC-Mitglieder können das nachfühlen, wenn er sagt: „Das Abschluss-Wochenende des Karnevals ist nur etwas für Fortgeschrittene, aber mir liegt es im Blut.“

Viele Immekather, vor allem die Mitglieder des ICC, waren in die Gaststätte Zu den Linden gekommen. Das Kapitel über den Immekather Karneval begeisterte sie besonders.

Das ICC-Kapitel las Carsten Schulze am Freitag exklusiv für die Immekather. „Das ist das Immekather Privileg“, erklärt er mit Hinweis auf die zweite Buchlesung in der Region am 3. März in der Klötzer Kulturfabrik. Weitere sollen folgen, verspricht der Entertainer und Autor.

Im ersten Teil der Lesung gab Carsten Schulze einen Einblick in seine Lehrzeit und in die Missverständnisse, die um eine aus der Kasse genommene Mark entstanden sind sowie in einen Ausflug zum Dorffest nach Jeeben, der mit einer Bedrohung durch Satanisten für den Jugendlichen endete. „Mein Puls stand auf Nähmaschine, aber ich wurde von meinen Mädels gerettet“, beschreibt er detailreich die Flucht durch den Straßengraben bis ins rettende Auto.

Carsten Schulze schreibt häufig, wie er spricht. „Wenn er vorliest, ist das lustiger, als das Buch zu Hause alleine zu lesen“, stellte ein Zuhörer fest.

Am Ende gab es beim Heimspiel für „Keule“ viel Applaus und zahlreiche Autogrammwünsche zu erfüllen. Jeder bekam eine persönliche Widmung in sein Exemplar. Mit der für einen ehemaligen Arbeitskollegen tat er sich besonders schwer.

Von Monika Schmidt

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