„Prioritär“ im Land eingeordnet

„Prioritär“ beim Land eingeordnet ist der geplante Radweg von Klötze nach Bandau. Aber erst müssen die Winterschäden abgearbeitet werden.

Klötze - Von Monika Schmidt. „Ist schon mit den Anliegern gesprochen worden“, fragte der Immekather Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Zeitz im Stadtrat. Er erinnerte daran, dass in naher Zukunft der Bau des Radweges von Klötze nach Immekath beginnen sollte.

Dazu ist aber im Vorfeld der Grunderwerb nötig, um den Weg straßenbegleitend bauen zu können. Der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann verwies auf die angespannte Haushaltslage im Altmarkkreis, der als Träger der Straßenbaulast für den Radwegbau zuständig ist. „Derzeit ist Haushaltssperre“, erinnerte Matthias Mann. „Es werden keine freiwilligen Ausgaben mehr auf den Weg gebracht“, bedauerte der Klötzer Bürgermeister.

Zumindest der politische Wille zum Bau des Radwegs sei von allen Seiten bekundet worden. „Wir stehen in den Startlöchern“, versicherte Matthias Mann. Nur müsse auch die Finanzierung gesichert sein. „Praktisch sind wir noch keinen Schritt weiter“, beantwortete der Klötzer Bürgermeister die Eingangsfrage. Bauamtsleiter Dieter Neuschulz ergänzte, dass der Radweg nach Immekath vom Kreis für 2012 eingeplant sei. Bis dahin bleibe noch ausreichend Zeit, die Voraussetzungen für den Bau durch den Grunderwerb zu schaffen.

Und wie sieht es mit der Weiterführung des Radwegebaus in Klötze aus?, wollte der Kunrauer Burkhard Hartmann wissen. Er erinnerte an den langjährigen Wunsch der Klötzer, einen Radweg nach Bandau zu bauen. „Der Radweg ist sehr prioritär beim Land eingeordnet worden“, antwortete der Bürgermeister. Bei einem Vor-Ort-Gespräch in Klötze habe der Leiter des Landesbaubetriebs Nord, Peter Ebneter, dies nochmals bestätigt, berichtete Matthias Mann. Das Planfeststellungsverfahren für den Radweg ist abgeschlossen, gebaut werden kann, sobald das Land das Geld zur Verfügung stellt.

„Die Stadt hat darauf aber keinen Einfluss“, bedauerte Matthias Mann. Vom Landesbaubetrieb sei jedoch versichert worden, die Mittel zur Verfügung zu stellen. Allerdings müssten zunächst die Winterschäden abgearbeitet werden. Und die seien in diesem Jahr noch einmal in Größenordnungen aufgetreten, so dass andere Maßnahmen auf der Liste nach hinten gerutscht sind. Jürgen Barth, der nicht nur Stadtratsmitglied, sondern auch Landtagsabgeordneter ist, verwies auf den 180-seitigen Radwegeplan, den das Land neu aufgelegt habe. Dort wolle er nachsehen, ob der Radweg nach Bandau Bestandteil ist.

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