Polizei appelliert: Nicht ohne Licht zur Schule radeln

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Ohne Licht am Rad und mit dunkler Kleidung: So soll es nicht sein. Schulkinder, die in der dunklen Jahreszeit mit dem Rad zur Schule kommen, sind besonders gefährdet, wenn nicht mit entsprechender Beleuchtung und Reflektoren vorgebeugt wird.

Klötze. Wenn Margit Strelow aus Klötze morgens ihre Runde mit dem Hund dreht, nutzt sie auch einen Teil des Schulwegs vieler Kinder. Und ihr fällt auf, dass zahlreiche Schüler, die mit dem Fahrrad fahren, ohne Licht unterwegs sind.

So kommt es oft zu gefährlichen Situationen, weil die radfahrenden Kinder von anderen Verkehrsteilnehmern erst spät gesehen werden. „Warum schicken Eltern ihre Kinder mit dem Fahrrad ohne Licht zur Schule?“, fragt sich die Klötzerin. Eltern und Lehrer sollten stärker in die Pflicht genommen werden, fordert Margit Strelow. Aber auch die Polizei ist gefordert. Schließlich gehören nicht nur die Autofahrer, für die es regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen gibt, sondern auch die Radfahrer zu den Verkehrsteilnehmern. „Sie sind um einiges mehr gefährdet, wenn ein Unfall passiert“, erinnert Margit Strelow und appelliert an die Polizei: „Bitte mal morgens und abends Kontrollfahrten machen.“ „Die Polizei macht diese Kontrollen regelmäßig“, erklärt Frank Semisch, Pressesprecher des Salzwedeler Polizeireviers, auf AZ-Anfrage.

Auf die funktionierende Beleuchtung und ein verkehrssicheres Fahrrad wird dabei besonders Wert gelegt. Aber die Polizei mahnt auch an, sich bei Dunkelheit auf dem Rad zweckmäßig zu kleiden. „Leuchtstreifen an der Kleidung und am Ranzen und helle Sachen“, zählt Frank Semisch als Punkte zum Beachten auf. Er appelliert an die Eltern, darauf zu achten, dass das Licht am Kinderfahrrad funktioniert und auch eingeschaltet wird. „Auch wenn die Kinder auf dem Fußweg fahren – und das dürfen sie ja – muss das Licht angeschaltet werden, damit sie von Autofahrern, die aus Grundstückseinfahrten oder Einmündungen kommen, rechtzeitig gesehen werden“, erklärt Frank Semisch. Dass es einige Kinder und Eltern gibt, die diese Ratschläge ignorieren, ist in den Klötzer Schulen durchaus bekannt.

An der Sekundarschule werden die Schüler regelmäßig darauf hingewiesen, nur mit ordnungsgemäß beleuchteten Rädern zur Schule zu kommen, die Verkehrssicherheit ist regelmäßig Thema. Ebenso an der Klötzer Grundschule. Zwar wird empfohlen, dass die Kinder erst nach der absolvierten Fahrradprüfung, die die Viertklässler im Frühjahr ablegen, das Rad für den Schulweg nutzen sollten, trotzdem ist auch im Winter der Fahrradständer an der Purnitzschule gut gefüllt. Und nicht nur die Radfahrer sind gefährdet. Auch die Kinder, die morgens zu Fuß in Klötze unterwegs sind, werden häufig erst spät gesehen, weil sie in dunkler Kleidung und unbeleuchtet unterwegs sind. Margit Strelow appelliert an Eltern, Lehrer und Polizei: „Die Sicherheit aller muss uns doch am Herzen liegen.“ Sie hat aber auch schon Eltern beobachtet, die als schlechtes Vorbild selbst ohne Licht unterwegs sind.

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