Start für Oktober vorgesehen

Pilotprojekt für Klötze: Breitbandausbau in der Kernstadt geplant

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Detlef Gieselmann, Geschäftsführer der Avacon Connect GmbH (Mitte), mit den Kundenbetreuern Michael Ruschke (links) und Peter Müller.

Klötze – Auch die zweite Info-Veranstaltung der Avacon zum Glasfaserausbau in der Klötzer Kernstadt war gut besucht, schätzte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels ein.

Er hatte im Stadtrat deutlich gemacht, dass Klötze stolz darauf sein könne, als Pilotprojekt von dem Unternehmen ausgesucht worden zu sein.

„Mit Stand von Ende Mai ist man zuversichtlich, die nötige Anschlussquote von 40 Prozent zu erreichen“, berichtete der Bürgermeister den Stadträten weiter. Bis Ende Juni können die Verträge geschlossen werden. „Zu Dezember soll es schon die ersten Anschlüsse geben“, erinnerte Uwe Bartels, dass das Vorhaben zeitlich sehr eng gestrickt sei.

Auf den Bericht des Bürgermeisters bei der Stadtratssitzung äußerte Wolfgang Mosel aus Kusey seine Bedenken. „Ich befürchte, dass das Glasfasernetz an Kusey vorbeiläuft“, sorgte er sich. Schon beim Ausbau durch den Breitband-Zweckverband seien drei Viertel des Dorfes als „Schwarzer Fleck“ und damit als nicht anschlussfähig bezeichnet worden. „Das hat mit dem Projekt in der Kernstadt Klötze doch nichts zu tun“, antwortete Bürgermeister Uwe Bartels.

Er fand die Kritik des Kuseyers nicht berechtigt und bat die Stadträte darum, „die Bemühungen der Stadt für den Glasfaseranschluss zu schätzen“. Denn das Pilotprojekt hätte durchaus auch in Niedersachsen umgesetzt werden können. Dass Klötze ausgewählt wurde, sei durch die Verhandlungen des Bürgermeisters mit der Avacon entstanden. Bei der jüngsten Aktionärsversammlung hätten ihn viele Teilnehmer angesprochen und sich erkundigt, warum Klötze ausgewählt wurde.

„Ich habe mich sehr dafür eingesetzt“, erklärte Uwe Bartels. Deshalb wolle er das Projekt jetzt nicht zerredet sehen. Bartels hat die Hoffnung, dass es durch die Zusammenarbeit mit der Avacon später auch für die schwarzen Flecken in den Ortsteilen die Möglichkeit zum Anschluss an das Glasfasernetz gibt.

„Wir sind bewusst in die Altmark gegangen, weil Sachsen-Anhalt in Deutschland Schlusslicht ist bei der Versorgung mit Breitband“, sagte Detlef Gieselmann, Geschäftsführer der Avacon Connect GmbH, im Gespräch mit der AZ. In den nächsten ein bis zwei Jahren wolle das Unternehmen 40 Millionen Euro investieren – in der Kernstadt Klötze, in Gardelegen und in einem dritten Ort, den Gieselmann noch nicht nennen wollte. Der Ausbau erfolge aber nur, wenn die Anschlussquote von 40 Prozent erreicht werde. Stichtage seien dafür in Klötze der 30. Juni, in Gardelegen der 8. September. Baustart ist nach Gieselmanns Angaben für Oktober geplant.

VON MONIKA SCHMIDT UND CHRISTIAN REUTER

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