Mit Parcours und Schrägbrett trainiert

Während Jan Mühe sich um die Anzeige der Nummern kümmerte, bewältigte Celina Harms den Parcours.

Klötze - Von Andreas Köhler. Der Straßenverkehr wird immer unübersichtlicher. Viele Regeln, immer mehr Kraftfahrzeuge – da ist das unfallfreie Fahren nicht so einfach. Besonders für junge Radfahrer, die leicht verunsichert werden und sich ablenken lassen. Die Verkehrswacht Stendal hat daher einen Wettbewerb ins Leben gerufen, um für sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu werben.

Die Fünftklässler der Klötzer Zinnbergschule fuhren am gestrigen Dienstag zahlreiche Kurven auf dem Schulplatz. Und das mit Erlaubnis der Klassenlehrerin. Denn die Stendaler Verkehrswacht war vor Ort und organisierte ihr Jugend-Fahrrad-Turnier. Dieses wurde einst von der Stendaler Einrichtung ins Leben gerufen und hat mit Hilfe des ADAC eine weite Verbreitung erfahren. Wolfgang Kaiser von der Verkehrswacht erläuterte den Ablauf, während sich die Kinder eifrig am Parcours versuchten. „Das Turnier besteht aus acht Stationen“, so Kaiser. Auf dem Plan steht das Anfahren, dann das Spurbrett, bei dem man nicht frühzeitig herunterfahren darf. Im Kreisel muss man mit der Kette in der linken Hand einen Kreis fahren, danach geht es in den Achterkreisel, bei dem kein Klötzchen umgestoßen werden durfte. Doch die schwerste Aufgabe kam dann erst: das Schrägbrett.

Wie der Name es schon sagt, besteht diese Prüfung aus einem Brett, welches angeschrägt wurde. Die Schwierigkeit bestand darin, dass der Radfahrer nicht abrutschen durfte. „Das ist schon eine Herausforderung“, gab Wolfgang Kaiser zu. Anschließend wurde der Spurwechsel geübt, bei dem auch der Schulterblick eine wichtige Rolle spielte. Denn nur, wer sich umsah, konnte die Ziffer sehen, die jeweils vom elfjährigen Jahn Mühe umgeblättert wurde.

Dann fuhren die Kinder noch Slalom und mussten schlussendlich rechtzeitig anhalten, um nicht beim Bremstest wertvolle Punkte zu verlieren. Denn diese galt es beim Turnier zu sammeln. „Die Platzierungen entscheiden über die Teilnahme an der Kreismeisterschaft, wer das schafft kommt zur Bundes-, dann gibt es die Landsmeisterschaft. Und schlussendlich wartet die Europameisterschaft auf die Besten“, erläuterte Wolfgang Kaiser den Ablauf. Doch vor all diesen Turnieren stand erst einmal die erfolgreiche Teilname am kleinen Turnier an der Zinnbergschule auf dem Plan. Die Besten Schüler der Region messen sich 2011 bei den Gebietsmeisterschaften in Stendal. „Sehr gute Ergebnisse erhalten wir übrigens bei den Förderschulen“, verrät Kaiser. So war die Förderschule Meßdorf mit einem dritten Platz bei den Gebietsmeisterschaften die beste Schule.

Vielleicht schafft es eine Schule aus dem Raum Klötze auch einmal unter die Top drei. „Ich drücke die Daumen“, so Wolfgang Kaiser gestern lächelnd

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