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Ortschaftsräte sollen Vorschläge zum Energiesparen in Klötze machen

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Von: Monika Schmidt

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Das Klötzer Rathaus in der Abenddämmerung.
Ideen zum Energiesparen in den kommunalen Gebäuden sollen von den Ortschaftsräten benannt werden. Erste Maßnahmen im Klötzer Rathaus sind schon angelaufen. © Monika Schmidt

Klötze – Die weltweite Energiekrise erreicht auch die Einheitsgemeinde Klötze. Bürgermeister Uwe Bartels hat sich mit seinen Mitarbeitern Gedanken gemacht, wie Energie eingespart werden kann. So soll künftig, wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, auch im Rathaus die Raumtemperatur in den Büros auf 19 Grad festgelegt werden. Auch die Straßenbeleuchtung in der Stadt soll optimiert werden. Für die Sporthallen und Dorfgemeinschaftshäuser sind ebenfalls Energiespaßmaßnahmen geplant. Dazu wünscht sich Uwe Bartels konkrete Vorschläge von den Ortschaftsräten. An sie hat er das Thema abgegeben, sich Gedanken über Einsparpotenzial zu machen.

Einen ersten Vorschlag dazu, macht der Klötzer Bürgermeister im AZ-Gespräch selbst. So sollten die Nutzungszeiten der Dorfgemeinschaftshäuser optimiert werden. Wenn sich zum Beispiel am Nachmittag die Senioren treffen, wäre es ideal, wenn dann am selben Abend der Ortschaftsrat tagen oder eine andere Versammlung stattfinden würde. So bräuchten die Räume nur an einem Tag geheizt werden, statt an zwei verschiedenen, stellte Uwe Bartels eine Idee vor. „Ich bitte die Ortschaftsräte, darüber nachzudenken, wie in den städtischen Gebäuden Energie gespart werden kann“, gab er im Hauptausschuss eine Hausaufgabe an die Ortsbürgermeister. Wichtig sei es, dass über die Energiesparmaßnahmen Einvernehmen mit allen Beteiligten hergestellt werde. Dazu sollen in den Orten auch Gespräche mit den Vereinen geführt werden, wie sie einen Beitrag leisten können.

Auf Zettel, die zum Energiesparen ermahnen, wie sie in einigen Orten zum Beispiel an Lichtschaltern kleben, möchte Uwe Bartels verzichten. „Das Licht auszuschalten, wenn niemand mehr im Raum ist, ist doch selbstverständlich“, sagte er im AZ-Gespräch. Das werde auch im Rathaus so praktiziert. Warmes Wasser werde im Rathaus über den Durchlauferhitzer produziert, zum Händewaschen sei kaltes Wasser ausreichend. Sparpotenzial sieht der Bürgermeister auch bei den Trauerhallen. So sollen diese vor der Trauerfeier aufgeheizt werden, die Heizung könnte dann aber abgestellt werden. Es mache wenig Sinn, weiter zu heizen, wenn während der Kondolenzphase die Türen der Trauerhalle offen stehen. „Dann kann die Heizung ausgestellt werden“, schlägt Uwe Bartels vor.

„Wir müssen uns generell darüber unterhalten, wie notwendig etwas ist.“ Eines stellt der Stadt-Bürgermeister im AZ-Gespräch aber auch klar: Es wird nicht auf Teufel kaum raus auf sämtliche Energie verzichtet werden. So ist es für Uwe Bartels selbstverständlich, dass in den Sporthallen und -heimen weiterhin nach dem Training warm geduscht werden kann. „Wir stellen das warme Wasser nicht aus, es braucht niemand kalt zu duschen“, versichert er. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zu heiß eingestellt werde. Denn auch mit kleinen Schritten können Energieeinsparungen schon erreicht werden.

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