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Auch ein zweiter Planer schätzt die Kunrauer Bad-Sanierung auf über 1,2 Millionen Euro

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Von: Monika Schmidt

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Blick in das Becken des Kunrauer Freibades
Für die Sanierung des Schwimmbeckens in Kunrau sind Fördermittel nötig. Ansonsten gibt die Stadt das Vorhaben auf. © Schmidt, Monika

Kunrau – Neben dem Klötzer Freibad, für das die Sanierung nach dem Sommer beginnen soll, steht bei den Klötzer Stadträten auch immer noch das derzeit geschlossene Kunrauer Freibad auf der Agenda. Im jüngsten Stadtrat ging es einmal wieder um die Fördermöglichkeiten für die Sanierung.

Uwe Bock wollte wissen, warum die Verwaltung keinen Antrag für die vom Land aufgelegte Sonderförderung für Freibäder (AZ berichtete) abgegeben hat. „Das war nur eine Abfrage, kein Antrag“, erinnerte Bürgermeister Uwe Bartels. Dennoch war Uwe Bock (UWG) empört. „Der Planer in der AG Bad hat doch gesagt, was es kostet“, wunderte er sich. „Mir ist es unverständlich, dass die Verwaltung nicht mal einen Antrag abgegeben hat. Da haben doch alle versagt“, ärgerte er sich und sagte weiter, um seine Empörung verständlich zu machen: „Ich falle hier fast unter den Tisch.“

Petra Schütte (SPD) fragte nach, ob es denn den angekündigten Termin zwischen der Verwaltung und dem Förderverein für das Kunrauer Bad inzwischen gegeben habe. Es ging darum, dass der Förderverein einen zweiten Planer beauftragen wollte, um zu prüfen, ob die Kosten für die Sanierung tatsächlich so hoch sind, wie vom Planer, den die Stadt beauftragt hat, angekündigt wurde. Daraufhin informierte Hauptamtsleiter Matthias Reps, dass sich der Kunrauer Ortsbürgermeister um ein eigenes Angebot gekümmert habe und einen eigenen Planer gesucht hat. „Es gab aber noch kein AG-Treffen seitdem“, informierte Bürgermeister Uwe Bartels. Ein Konzept liege vor, letztendlich entscheide aber der Stadtrat, was gemacht werden soll. Festgestellt wurde, dass der Kontakt zwischen der Stadt und dem Förderverein „sehr schlecht“ laufe.

Auf Nachfrage der AZ betonten Bürgermeister und Hauptamtsleiter, dass die Schätzung des Planers, den die Kunrauer beauftragt haben, „genauso über 1,2 Millionen Euro für die Becken-im-Becken-Variante liegt wie unsere“. Das sei ohne eine Förderung nicht zu finanzieren. „Wenn es keine Fördermittel gibt, wird Kunrau nicht weiter verfolgt“, sagte Bürgermeister Uwe Bartels. Denn die Stadt müsse bei dieser Maßnahme „prozentual entlastet werden, sonst wird es nicht möglich sein, das zu finanzieren.“ Grundsätzlich stehe aber die Entscheidung des Stadtrates, „der das Bad nicht aufgeben möchte“. Allerdings stehe auch fest, dass nur mit Fördermitteln saniert werden kann.

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