Mit offenen Ohren im Ort unterwegs

Heidemarie Hartmann erzählte den Radlern, wie sie für die Neuferchauer Chronik bei Gesprächen im Ort recherchiert.

Neuferchau - Von Monika Schmidt. „Wir wollen nicht nur die Gegend mit dem Rad erkunden, sondern auch etwas über unsere Orte erfahren“, erinnerte Erich Fischbeck beim Saisonauftakt.

Jeden vierten Dienstag im Monat lädt der Fremdenverkehrsverein Jeetze-Ohre-Drömling zu einer Radtour in die nähere Umgebung ein. Da die Strecken seniorengerecht und damit nicht zu lang sind, aber trotzdem der gesamte Nachmittag damit verbracht werden soll, hat der Kunrauer Radwanderleiter jedes Mal einen kleinen Vortrag oder eine Besichtigung ins Programm eingearbeitet. So auch bei der Auftakttour des Jahres. Sie führte über Schwarzendamm nach Neuferchau. Dort wurden die Radler von Heidemarie Hartmann erwartet. Sie führt ehrenamtlich die Chronik der Gemeinde. Wie sie diese Aufgabe ausführt, erklärte sie den Senioren in einem kleinen Vortrag. Begonnen hat ihre Tätigkeit 2005. Bis 1994 war die Chronik der Gemeinde Neuferchau im Rahmen einer ABM aufgearbeitet worden. „Aber seitdem hatte niemand mehr etwas geschrieben“, informierte Heidemarie Hartmann. Der damalige Bürgermeister Dieter Nissalk hatte aber ein großes Interesse, dass die Chronik fortgesetzt wurde. Mit der Begründung, sie habe die schönste Schrift, wurde Heidemarie Hartmann von ihm aufgefordert, die Chronik aufzuarbeiten. Also setzte sie sich daran. Aber mit dem Ausschneiden von Zeitungsartikeln war es nicht getan. Abschreiben könne er allein, hatte Dieter Nissalk ihr erklärt und bat sie darum, die Berichte und Notizen über Neuferchau in eigene Worte zu fassen. Und so ist es seitdem geblieben. Nachdem die Chronik bis 1994 aufgearbeitet war, führte Heidemarie Hartmann sie aktuell fort. Und da nicht alles, was im Dorf passiert, in der Zeitung steht, hält sie stets Augen und Ohren offen, wenn sie im Ort unterwegs ist, damit ihr keine Geschichte entgeht. „Wenn ich durch das Dorf gehe, muss ich viel Zeit mitnehmen“, berichtete Heidemarie Hartmann den Kunrauer Radlern. Oft fragt sie bei Senioren im Ort Geschichten von früher nach. Auch diese notiert sie dann in ihrer Chronik.

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