Benutzung nur nach Münzeinwurf

Oebisfelder Friedhofstoilette: Münzautomat nach vier Jahren endlich eingebaut

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Mit einem Euro in den Türautomaten ist das Betreten der Toilette für die Oebisfelder Friedhofsbesucher seit dieser Woche möglich. 

Oebisfelde – Über vier Jahre wurde über den Einbau eines Münzautomaten an der Eingangstür zur Oebisfelder Friedhofstoilette gesprochen. Seit Mittwoch ist der Automat nun endlich installiert und kann von den Friedhofsbesuchern genutzt werden. Nicht umsonst.

Für das Bedürfnis muss ein Euro in den Türautomaten geworfen werden. Dabei empfiehlt es sich, passendes Geld parat zu haben, denn der Automat wechselt nicht. Bislang war die Toilette nur zu Beerdigungen geöffnet und für die Öffentlichkeit für die andere Zeit geschlossen.

Unter der früheren Oebisfelder Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Silke Wolf wurde das Thema bereits 2015 diskutiert. Dabei ging es immer um die Kostenfrage und wer die Toilette reinigt. 2018 gab es dann eine Einigung im Stadtrat. Das städtische Bauamt schrieb bis zum 15. Juni das 500 Euro teure Vorhaben aus. Zwar beteiligte sich nur eine Firma an der Ausschreibung, aber die erledigte am Mittwoch den Auftrag.

Damit endete auch eine über vierjährige Diskussion um das leidige Thema. Besonders älterere Menschen, die auf dem Friedhof verstorbene Angehörige besuchen oder ein Grab pflegen, forderten nicht nur zu Beerdigungen die Öffnung der sanitären Anlagen, sondern auch tagsüber in den Monaten April bis Oktober.

Oebisfeldes Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch war gestern „angenehm überrascht“, als sie vom Einbau des neuen Türautomaten hörte und schaute sich die Tür vor Ort gleich selbst an. „Gerade für ältere Menschen ist die Öffnung der Toilette von April bis Oktober sehr wichtig. Auch wenn die Gebühr von einem Euro die Reinigungskosten nicht deckt, bin ich mit der jetzigen Lösung sehr zufrieden“, merkte die Ortschefin an. Jacksch hatte sich immer wieder während der vierjährigen Diskussion im Stadt- und Ortschaftsrat für die öffentliche Nutzung der sanitären Anlagen eingesetzt.

Mit der Inbetriebnahme des Türautomaten übernimmt die Stadt die Reinigungskosten. Einmal in der Woche soll das WC durch eine Firma gesäubert werden. Wie lange die Toilette geöffnet ist, das steht noch nicht ganz fest. Dazu sollen in etwa vier Wochen die Ergebnisse der Schaltzeituhr ausgewertet werden. Friedhofsbesucher vor Ort meinten gestern, dass eine Öffnungszeit von 10 bis 20 Uhr optimal wäre, um auch Berufstätigen, die am Abend zur Grabpflege auf den Friedhof kommen, den Toilettengang zu ermöglichen. Dazu wird es noch eine Regelung geben.

VON HENNING LEHMANN

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