Verwirrung um Austrittsgerüchte

Will Oebisfelde die LAG wirklich verlassen?

Blick in den Drömling
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Der Blick in den Drömling ist weit und besticht durch seine Natur. Nicht ganz so viel Weitblick gab es im Hauptausschuss von Klötze. Dort wurde informiert, dass Oebisfelde und Calvörde wollen aus der LAG austreten.
  • Birgit Stephani
    vonBirgit Stephani
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Oebisfelde – In der Lokalen Entwicklungsstrategie der LAG Rund um den Drömling werden als Stärken der Region die Nähe zum Wirtschaftsstandort Wolfsburg und die zentrale Lage zwischen Braunschweig, Magdeburg und Wolfsburg als besondere Stärken hervorgehoben. Tatsachen, die auch der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen am Herzen liegen. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass Oebisfelde Mitglied der LAG ist.

Es war wie ein Paukenschlag, als am Mittwoch in der Sitzung Hauptausschusses von Klötze bekannt wurde, Oebisfelde wolle nicht mehr und steige aus der LAG aus. Das ist schon deswegen verwunderlich, denn unter anderem Oebisfelde war immer besonders am Fortbestand der Aktionsgruppe gelegen, und soll nun das Handtuch geworfen haben? Und auch Calvörde soll seinen Rückzug angekündigt haben. Die Informationen, die die Mitglieder des Klötzer Hauptausschusses mehr oder weniger unvorbereitet trafen, stammt vom Landrat des Altmarkkreises, Michael Ziche.

Die AZ hat nachgefragt bei Hans-Werner Kraul, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen, was es mit dem vermeintlichen Rückzug auf sich hat, der so vollständig das Gegenteil von dem ist, was bislang als Standpunkt vertreten wurde. Wirklich verwundert ist das Stadtoberhaupt über die Nachfrage nicht, anscheinend haben ihn nach der Sitzung schon mehre Anrufe erreicht. Aber genauso wie der Paukenschlag eines angeblichen Rückzuges der Einheitsgemeinde für Aufregung sorgte, ist auch die Antwort von Hans-Werner Kraul verwunderlich oder beruhigend, je nach Standpunkt. „Das ist eine Ente“, sagt er und bestätigt, dass Oebisfelde-Weferlingen nicht aus der LAG austreten wolle. Ebenso verhalte es sich mit Calvörde.

Ein Austritt mache laut Hans-Werner Kraul auch gar keinen Sinn. „Wir haben einen Brief an Umweltministerin Claudia Dalbert geschrieben, in dem wir händeringend um den Erhalt der LAG bittet. Warum sollten wir jetzt aussteigen?“.

Die Verwirrung auf allen Seiten ist also groß. Doch wo in der Kette des Informationsaustausches der augenscheinliche Übermittlungsfehler passierte, ist bislang nicht zu klären gewesen. Vielleicht bringen die Stellungnahmen vom Landrat und vom LAG-Vorsitzenden Gerhard Reinecke Licht ins Dunkle. Antworten liegen der AZ derzeit aber noch nicht vor. Matthias Reps hingegen hat noch gestern abend mit Hans-Werner Kraul telefoniert.

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