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Klötzer Ortsteile kämpfen um die Auslastung

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Von: Monika Schmidt

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das Schwiesauer Dorfgemeinschaftshaus
In der ehemaligen Feuerwehrgarage neben dem Schwiesauer Dorfgemeinschaftshaus könnte bald Tischtennis gespielt werden. © Monika Schmidt

Nur wenn Dorfgemeinschaftshäuser ausgelastet sind, machen sie auch Sinn für den Ort. In der Einheitsgemeinde Klötze kommen die Begegnungsstätten nun auf den Prüfstand.

Klötze / Schwiesau – Mit dem Beschluss des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IGEK) haben die Stadträte auch festgelegt, dass es künftig in jedem Ort „ein“ öffentliches Gebäude geben soll. Bislang gibt es in vielen Dörfern aber mehrere kommunale Objekte, die von der Öffentlichkeit genutzt werden. Perspektivisch werden sich die Ortschaften also von Räumlichkeiten trennen müssen. Bald kommen die Ortsbürgermeister zusammen, um im Vorfeld der Haushaltsberatung über die Ausstattung der Dorfgemeinschaftshäuser zu sprechen. Angesichts der knappen Finanzlage der Stadt wird sicher stärker als zuvor darauf geachtet, ob neue Anschaffungen nötig sind. Außerdem soll über die Gebühren für die Nutzung beraten werden. „Wir müssen über die Kosten und die Nutzungsgebühren sprechen“, kündigte beispielsweise in Schwiesau Ortsbürgermeister Manfred Hille an. Er erinnerte daran, dass die Dorfgemeinschaftshäuser in vielen Orten „der soziale Anlaufpunkt“ sind. Deshalb sollten sie unbedingt erhalten werden. Das macht aber nur Sinn, wenn die Gebäude auch genutzt werden und gut ausgelastet sind. Manfred Hille schlug im Ortschaftsrat eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit vor. „Der Feuerwehrraum ist ausgeräumt“, berichtete er den Ortschaftsräten. Die Gerätschaften der Stadtwirtschaft, die dort nach dem Aus der Feuerwehr gelagert wurden, sind ins alte Gerätehaus umgeräumt worden. Die ehemalige Feuerwehrgarage ist komplett gefliest, die Reinigung wäre unkompliziert. „Warum nutzen wir den Raum nicht für Sport und Tischtennis?“, schlug Manfred Hille vor. Interessierte gebe es in Schwiesau genügend, wusste er. Sportlich geht es im Dorfgemeinschaftshaus bereits Dienstag- und Donnerstagvormittag zu. Dann stehen die Räumlichkeiten für die sportliche Bewegung der Kinder aus der Kita Kahnbergflitzer zur Verfügung. „Wir kämpfen um die Auslastung, da ist auch dieses Angebot wichtig“, begründete Manfred Hille gegenüber den Ortschaftsräten, warum er schon 2020 sein Okay für diese Art der Nutzung gegeben hatte. Die alte Schule ist noch zu einem anderen Zweck für die Kita wichtig, betonte er. „Sie ist der Sammelpunkt für die Kita bei Havarien und Gefahren“, berichtete er. Die Erzieher haben einen Schlüssel für den kleinen Versammlungsraum, so dass sie die Kinder dort versammeln können, wenn das Gebäude geräumt werden muss. „Dort kriegen die Kinder nichts mit und müssen bei Gefahren auch nicht zugucken“, begründete der Ortsbürgermeister. 

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