Noch Optimierungsbedarf

Ausweisung von Rettungspunkten geht im Altmarkkreis schleppend voran

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Die Lage der Rettungspunkte ist – sofern Handyempfang besteht – über eine App abrufbar. Die Nummer „SAW F-254“ bezeichnet den L20-Abzweig Richtung Zartau zwischen Klötze und Wenze. Für Waldbesucher – ob Waldarbeiter, Wanderer oder Radfahrer – stehen mit „Hilfe im Wald“ und „Meine Umwelt“ zwei kostenlose Apps zur Verfügung.

Klötze. Mit dem Ziel, bei Unfällen im Wald Rettungsfahrzeuge schneller an den richtigen Ort zu leiten, hat das Land Sachsen-Anhalt damit begonnen, ein Netz aus sogenannten Rettungspunkten einzurichten.

An markanten Stellen, die Festlegung soll sich laut Landwirtschaftsministerium an den Hilfsfristen für Rettungsfahrzeuge orientieren, werden Schilder mit Nummern aufgestellt. Mit diesen sollen Waldbesucher im Notfall über Handy ihren Standort für die Rettungsdienste genau beschreiben können oder sich den nächsten Rettungspunkt einschließlich des Weges dorthin über eine kostenlose App anzeigen lassen. Die Einrichtung der Punkte, so heißt es aus dem Ministerium, erfolgt nur an befestigten öffentlichen Straßen, nicht auf Waldwegen.

Insgesamt haben der Landesforstbetrieb und das Landeszentrum Wald gemeinsam mit der Unfallkasse und dem Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement 977 Rettungspunkte für Sachsen-Anhalts Wälder festgelegt.

Um die 120 Rettungspunkte sind es allein im Altmarkkreis Salzwedel. Das Aufstellen der Schilder, so heißt es aus dem Betreuungsforstamt Westliche Altmark in Klötze, gehe jedoch nur schleppend voran. Nur ein Bruchteil der Beschilderung sei bisher vorhanden.

Warum das so ist, wollte die AZ vom Landwirtschaftsministerium in Magdeburg wissen. Demnach, so informiert Ministeriumssprecherin Jeanette Tandel, werde derzeit die „Lage einiger Punkte noch optimiert“. Erst wenn die neuen Koordinaten an den App-Betreiber sowie die Rettungsleitstellen übermittelt wurden, können die Schilder aufgestellt werden. Das Netz sei jedoch bereits vorhanden und auch über Handy-App nutzbar, so Tandel weiter.

Tatsächlich, so hat die AZ-Recherche mit der App „Hilfe im Wald“ ergeben, erfolgte die Festlegung der Rettungspunkte offenbar nach keinem einheitlichen Muster. So befinden sich manche Punkte zwischen einzelnen Ortschaften, andere wiederum in unmittelbarer Ortsnähe. So kann Immekath an seinen Ortseingängen gleich drei Punkte vorweisen, im benachbarten Ristedt gibt es dagegen gar keinen. Auch entlang der Strecke von Klötze über Lockstedt nach Apenburg (L 20 / K 1393) sucht man Rettungspunkte vergeblich.

Von Matthias Mittank

Auf einen Blick

Rettungspunkte in der Einheitsgemeinde Klötze: • SAW F-0229h Klötze-Nord • SAW F-0229l K1091 2. Gasleitung (zwischen Klötze und Jemmeritz) • SAW F-0230 Klötze Trimm-Dich-Pfad • SAW F-0240 L19 am Funkturm (Klötze) • SAW F-0244 Schwiesau • SAW F-0241 Reitstadion • SAW F-0250 L22 Bahnübergang (Am Ziß) • SAW F-0254 L20 Abzweig Zartau • SAW F-0258 Sportplatz Wenze • SAW F-0259d K1117 Quarnebeck DG-Haus • SAW F-0259h L22 Köckter Weg (Röwitz) • SAW F-0231 K1091 Kreuzung Nesenitz • SAW F-0233 K1117 Breitenfelder Weg (Immekath) • SAW F-0229u K1117 Neulingsmühle (Immekath) • SAW F-0232 K1397 Kahlenberg (Immekath) • SAW F-0242 K 1397 Steimker Weg (Dönitz) • SAW F-0252 Melliner Weg (Steimke) • SAW F-0255 Scharfenberg (zwischen Steimke und Kunrau) • SAW F-0257 K1122 Heidauer Weg (Kunrau) • SAW F-0259g L23 Hahnenberg (zwischen Kunrau und Jahrstedt)

Quelle: App „Hilfe im Wald“

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