Grüne: „Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie deutlich verfehlt“

Nitratbelastung: Klötze-Nord sticht hervor

Hatte als erster auf die hohen Nitratwerte in Klötze-Nord aufmerksam gemacht: Harald Gülzow vom Verein VSR-Gewässerschutz.

mit Klötze / Magdeburg. In Sachsen-Anhalt wird der Grenzwert für Nitrat im Grundwasser von 50 Milligramm pro Liter an 20 Prozent der Messstellen überschritten. Dies belegt die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Die Antworten der Landesregierung“, so stellt die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion, Dorothea Frederking, fest, „geben keinen Aufschluss darüber, warum die Nitratwerte teilweise über 50 Milligramm pro Liter liegen“.

Besonders bedenklich seien laut Frederking Spitzenwerte wie die 144 Milligramm pro Liter Nitrat, die in einem oberflächennahen Brunnen in Klötze-Nord festgestellt wurden. „Die Landesregierung tut dies ab mit der Begründung, der Brunnen sei nicht Teil des Landesmessnetzes. Das gibt Anlass zu Befürchtungen, dass das Nitratproblem noch weit größer ist als es die offiziellen Messungen widerspiegeln“, so die Grünen-Landtagsabgeordnete.

„Bei den Messstellen ist nicht klar, ob oberflächennahe oder tiefere Grundwasserleiter beprobt wurden. Hier werden wir noch einmal nachhaken“, so Frederking. Hintergrund: In tieferen Grundwasserstockwerken ist die Belastung in der Regel geringer – während Grundwasserleiter in Oberflächennähe oft durch Einträge aus der Landwirtschaft belastet sind. Frederking: „Die Nitratwerte können also an vielen Stellen viel höher sein als gemessen wurde.“ [...]

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