Stinkender Blaualgenteppich

Neues Gewässer im Klötzer Purnitzgrund derzeit kein Angelparadies

+
Die grün-blauen Schlieren auf dem Klötzer Angelteich sehen nicht nur eklig aus, es riecht dort auch unangenehm muffig. Ein Blaualgenteppich hat sich auf dem Neuen Gewässer gebildet.

Klötze – Es sieht unappetitlich aus, stinkt und verleidet den Klötzer Anglern derzeit ihr Hobby: Auf dem Neuen Gewässer am Hasselbusch hat sich ein großer Blaualgenteppich ausgebreitet.

Blaualgen – die eigentlich Bakterien sind – führen in Badegewässern schnell zu einem Badeverbot.

Betroffen war dabei mehrfach schon der Arendsee. Aber auch in kleineren Teichen und Angelgewässern können sich die Bakterien in diesem Jahr angesichts der Hitze und Trockenheit stärker ausbreiten als gewohnt. Denn vorhanden sind sie in den Süßwassergewässern immer.

Nur durch fehlenden Regen und die steigenden Wassertemperaturen vermehrt sich die Blaualge zurzeit stärker als gewohnt. Begünstigt wird die Bildung der Bakterien außerdem durch einen steigenden Nitratgehalt auf benachbarten Flächen, wenn dort beispielsweise gedüngt wird. Fachleute empfehlen, dass in Gewässern, die durch Blaualgen belastet wird, nicht geangelt wird.

Der hintere Bereich des Angelteichs mit den neuen Angelplätzen ist frei vom Algenteppich.

Für die Mitglieder des Klötzer Angelvereins Purnitzgrund hilft zurzeit also nur abwarten und die Rute stecken zu lassen. Wer dennoch auf sein Hobby nicht verzichten möchte, weicht auf andere Gewässer aus – wenn diese denn genügend Wasser führen, um ein Angeln zu ermöglichen. Das Neue Gewässer indes lädt nicht einmal zum Spazierengehen ein. Denn in der Nähe des linken Uferbereichs, wo sich der Algenteppich gebildet hat, stinkt es gewaltig. Die abgestorbenen Blaualgen verbreiten einen muffigen Geruch.

Die Angelfreunde können nur auf baldigen kräftigen Regen hoffen, der dafür sorgt, dass die Wassertemperatur zurückgeht, der Sauerstoffgehalt im Gewässer wieder steigt und sich die Algen langsam auflösen. Dann allerdings müssen sich die Petrijünger auch Sorgen um den Fischbesatz machen. Denn beim Abbau der Bakterien wird eine Menge Sauerstoff verbraucht, der den Fischen fehlt. Somit könnte ein Fischsterben drohen.

VON MONIKA SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare