Neue Sozialarbeiter-Stelle

Anke Matys´ Werkzeug ist das Wort. Mit Gesprächen versucht die Schulsozialarbeiterin Jugendliche wie Steven Desenberg den Weg zum Abschluss zu erleichtern.

Klötze - Von Marco Heide. Sozialpädagogin Antje Kampe ist in der Babypause. Anke Matys hat ihre Arbeit an der Klötzer Sekundar- und Zinnbergschule übernommen. Ab März gehts zu zweit weiter.

Die Jungen und Mädchen der Klötzer Sekundarschule und der Zinnbergschule haben seit Montag eine neue Sozialpädagogin. Anke Matys übernahm den Posten von Antje Kampe, die sich zu den Sommerferien in die Babypause verabschiedet hat.

Allerdings kommt Antje Kampe im März kommenden Jahres wieder zurück. Sie wird dann aber nur noch an der Allende-Schule arbeiten. Anke Matys bleibt an der Zinnbergschule. Beide Einrichtungen müssen sich ab dem kommenden Frühjahr die Sozialpädagogen-Stelle nicht mehr teilen.

Derzeit ist Anke Matys noch drei Tage pro Woche an der Sekundar- und zwei Tage an der Förderschule. Die Kalbenserin hat zuvor 14 Jahre lang Lehrlinge beim Verein zur Förderung der beruflichen Bildung (VFB) betreut. Sie half ihnen, ihre Aubildung abzuschließen, und versuchte, die jungen Erwachsenen zu motivieren, damit sie ihre Lehre nicht abbrechen. Das gleiche Ziel verfolgt die 45-Jährige an der Zinnbergschule. Mit Gesprächen und verschiedenen Projekten will Anke Matys die Schüler dazu bringen, einen Abschluss zu schaffen.

Und das plant die Schulsozialarbeiterin mit ihren Schützlingen: „Ich werde die Projekte, die Antje Kampe vorbereitet hat, weiterführen – zum Beispiel die Aktion ‚Schüler helfen Schülern‘“, erklärte Anke Matys. Ihr ist es aber auch wichtig, dass die Jungen und Mädchen ihre Wünsche äußern können. Deshalb setzte sich die 45-Jährige gestern mit den Jugendlichen der Zinnbergschule zusammen und wollte wissen, was ihnen so vorschwebt. „Disco“ fiel beispielsweise als Stichwort. Anke Matys möchte allerdings auch, dass ihre Schützlinge etwas Praktisches mit auf den Weg bekommen. Deshalb schwebt ihr gemeinsames Kochen mit den Schülern vor.

Eines hat Anke Matys aber gleich am ersten Tag gelernt. Auch wenn das Ziel ihrer Arbeit – möglichst viele Schüler mit einem Abschluss zu entlassen – beim VFB und an den beiden Schulen das gleiche ist, gibt es einen gravierenden Unterschied. „Vom Geräuschpegel her sind die Jugendlichen anstrengender“, erklärte Matys mit einem Schmunzeln und fügt hinzu: „Ich freu mich auf die neue Arbeit.“

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