Landesstiftung Umweltschutz könnte in Kunrau mit der Ökoschule zusammenarbeiten

Neue Mieter für das Schloss

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Im Kunrauer Schloss sind viele Räume ungenutzt, das könnte sich bald ändern: Die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz (Sunk) soll Räume anmieten, um gemeinsam mit der Ökoschule Umweltbildung zu machen.

Kunrau / Böckwitz. Den Vorwurf, dass sich die Stadt Klötze nicht für die Tourismusvereine in der Einheitsgemeinde einsetzt, will Bürgermeister Matthias Mann nicht so stehen lassen.

Im Zusammenhang mit den weggefallenen ABM-Stellen im Böckwitzer Museum war die mangelnde Unterstützung durch die Stadt von der Vorsitzenden Ingrid Schumann beklagt worden. „Der Verein wird über Jahre stabil gefördert“, erinnert der Bürgermeister. Es gibt einen jährlichen Zuschuss und die Stadt leistet den Eigenanteil für die ABM-Stellen. Er könne nicht beeinflussen, wie viele ABM-Kräfte dem Verein zugeteilt werden. Allerdings, so betonte der Bürgermeister auch nach Gesprächen mit anderen Vorstandsmitgliedern, sollte der Schuldige nicht immer bei anderen gesucht werden. Letztendlich sei die Stadt auch nur ein Mitglied unter vielen im Verein.

Auch beim Fremdenverkehrsverein Jeetze-Ohre-Drömling ist die ABM-Stelle weggefallen. „Natürlich wäre es besser, wenn jemand als Ansprechpartner da wäre“, räumt Matthias Mann ein. Aber auch in diesem Fall leiste die Stadt ihre Unterstützung für den Verein. Im Zusammenhang mit dem Tourismuskonzept, das im Juli in Calvörde vorgestellt werden soll, und mit dem der Drömlingstourismus stärker in den Fokus gerückt werden soll, hatte sich der Bürgermeister am Rande des Sängerfestes in Kunrau mit Christa Ringkamp von der Gartenakademie Sachsen-Anhalt getroffen. Beim Rundgang durch den Schlosspark warb er darum, diesen in die Vermarktung durch die Akademie, deren Mitglied auch die Einheitsgemeinde Klötze ist, stärker einzubeziehen. Von dem historischen Baumbestand und dem weitläufigen Gelände mit dem Schloss als Mittelpunkt war Christa Ringkamp ganz angetan.

Geplant ist, so kündigte Matthias Mann im AZ-Gespräch an, das sich die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz (Sunk) des Landes Sachsen-Anhalt ins Schloss einmietet. Sie bietet auch Umweltbildungsarbeit für Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit an. So könnte es eine enge Zusammenarbeit mit der Ökoschule des Naturerfahrungszentrums geben, die ebenfalls ihren Sitz im Schloss hat, informierte der Bürgermeister. „Es wäre schön, wenn wir so eine gelungene Mischung hinbekommen könnten“, blickte Matthias Mann voraus.

Von Monika Schmidt

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