Initiative um Julia und Janusz Schmidt will 2016 das Klötzer Blütenfest wiederauferstehen lassen

Neue Kulturfabrik hat große Pläne

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Es wurde geklatscht, mitgesungen und später auch getanzt: Die Formation Saitensprunk um Janusz Schmidt kam bei den Besuchern der öffentlichen Bandprobe gut an.

Klötze. Ein reges Kulturleben mit Konzerten, Tanzabenden, Ausstellungen, Filmen, Seminaren, Workshops und Feiern aller Art soll sich in den nächsten Jahren in den 400 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten der alten Gewerbehalle am Eichholz 3 in Klötze entwickeln.

Janusz Schmidt und seine Tochter Julia Schmidt stellten nun das Konzept der neu gegründeten Kulturfabrik (KuFa) Klötze im Rahmen einer öffentlichen Probe der Band „Saitensprunk“ vor. „Warum Fabrik im Namen? Weil in einer Fabrik immer etwas Neues entsteht“, so die Klötzerin.

Mit entsprechender Unterstützung hoffen die Macher auf eine Belebung der Kulturszene in und um Klötze. So ist für das Jahr 2016 angedacht vom 27. bis 29. Mai das Klötzer Blütenfest wiederzubeleben. „Wir sind 1982 nach Klötze gezogen, und das Blütenfest war immer das schönste Fest“, erinnert sich Janusz Schmidt an die Veranstaltung, die einige Jahre nach der Wende von der Bildfläche verschwand. Die Pläne für das Fest sehen Freitag einen Tanzabend, Sonnabend ein Tagesangebot mit verschiedenen Höhepunkten wie Kutschfahrten und abendlicher Live-Musik sowie sonntags einen gemütlichen Ausklang vor.

Das Klötzer Waldbadfest soll im nächsten Sommer ebenfalls wieder über die Bühne gehen. Eine Fortsetzung ist auch für das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Musikfestival auf dem Milchwerkgelände geplant.

Den etwa 50 Kulturinteressierten und Fans handgemachter Live-Musik wurde in den „heiligen Hallen“ von Saitensprunk auch ein neuer Mitstreiter vorgestellt. So ist Keyboarder Peter, der vielen von „Neid Klapp“ bekannt sein dürfte, der neue in der Gruppe. Ein neues Gesicht am Probeabend gab es auch mit Gastmusiker Ingo Röper, der Saitensprunk mit Gitarre, Mundharmonika und seiner Stimme unterstützte. Bekannt wurde er vor gut 40 Jahren mit „Neandertaler“. Mit „Vehikel“, der bekanntesten Musik-Formation aus der Altmark, ist er bis heute unterwegs. Mit Liedern von Herbert Grönemeyer, CCR, Neil Young, Bryan Adams oder den Beatles begeisterte Saitensprunk sein Publikum. In einem Konzertblock mit dabei war Gaststar Wilfried „Willy“ Götze mit seiner Queerflöte.

Von Wolfram Weber

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