Schätze vom Dachboden

Neue Ausstellungsstücke für das Kuseyer Ostalgiemuseum

Meike Hesse-Prang zeigt Korrespondenzen mit Ostbands aus den 1980er Jahren, die in Kusey auftraten.
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Meike Hesse-Prang hat für ihr Ostalgiemuseum in Kusey neue Ausstellungsstücke bekommen, unter anderem Korrespondenzen mit den Ostbands, die in Kusey auftraten.
  • vonWolfram Weber
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Für das Kuseyer Ostalgiemuseum erhält Meike Hesse-Prang immer wieder neue Ausstellungsstücke. Nun hofft sie, dass die Ausstellung in der alten Post in Kusey bald wieder für Besucher öffnen darf.

Kusey – Meike Hesse-Prang, die Gründerin des Ostalgiemuseums, ist trotz der vorübergehenden Schließung immer mal wieder in ihrer Ausstellung in Kusey, um nach dem Rechten zu sehen und um die neuesten Objekte einzusortieren. Denn obwohl das kleine Museum in der alten Post von Kusey wegen Corona und der geltenden Eindämmungsverordnungen noch nicht wieder geöffnet werden kann, gibt es immer wieder Spenden von Bewohnern aus der Region. Sobald sie Alltagsgegenstände von einst beim Aufräumen von Zimmern, Kellern, Dachböden und Garagen finden, die zum Wegwerfen viel zu schade sind, denken sie an die Sammlerin in Kusey.

Neueste Errungenschaften für die Sammlung der Kuseyerin sind zum Beispiel Steckdoseneinsätze, die Kinder vor dem Kontakt mit stromführenden Teilen schützen sollen, oder ein Wandteller, der aus der DDR stammt, aber eine Wohnung im Westen schmückte. Zu DDR-Zeiten wurde viel selbst gebaut. Einige Altmärker haben Quittungen über den Kauf von Baumaterial aufbewahrt, die ebenfalls im Ostalgiemuseum angesehen werden können. So kostete damals ein Sack Zement sechs DDR-Mark, für eine Platte Wellasbest mussten 13,80 DDR-Mark bezahlt werden.

Korrespondenz mit Ost-Bands

Von etwa 1982 bis 1990 fanden in Kusey viele Veranstaltungen, Konzerte und Tanzabende statt, die vom damaligen Jugendklub organisiert wurden. Bekannte Bands aus der ganzen DDR wie Amor und die Kids – aus denen später „Die Prinzen“ hervorgingen – aus Leipzig, Babylon, Regenbogen, Prinzip, Perl, Pardon, Pond, Jessica (alle aus Berlin), Juckreiz aus Magdeburg, Lotos aus Dresden sowie Morgentau und ZOE (beide aus Leipzig) traten damals in Kusey auf. Die Korrespondenz von damals mit den Künstlern und die Verträge sind bald auch im Ostalgiemuseum einzusehen – wenn die Corona-Pandemie die regelmäßigen Öffnungen einmal im Quartal zulässt.

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