Neue und alte Namen laufen parallel

Hauptstraßen gibt es in der Einheitsgemeinde Klötze einige. Nur in Kunrau soll der Name bestehen bleiben, dafür soll für den Ortsteil Trippigleben der Kunrauer Vorschlag „Lange Straße“ verwendet werden.

Jahrstedt - Von Peter Lieske. Straßennamen, die mehrfach in den Orten der Einheitsgemeinde Klötze vorkommen, soll der Stadtrat am 26. Mai ändern. Bis auf wenige Ausnahmen liegen Änderungsvorschläge der Ortschaftsräte vor, sodass die Umbenennungen frühzeitig vorgenommen werden können, stellte Bürgermeister Matthias Mann während der Sitzung des Hauptausschusses in Jahrstedt fest. Alle Vorschläge der Ortschaftsräte hätten „Hand und Fuß“. Er bedankte sich nochmals für die konstruktive Zuarbeit.

Mit der Umbenennung könne mit dem Einpflegen der Postleitzahlen in Schwiesau und Trippigleben begonnen werden. Nach der Änderung der Straßennamen sollen die alten Schilder, wahrscheinlich etwa ein halbes Jahr lang, stehen bleiben und die Namen mit einer orangen Linie durchgestrichen werden. Dazu wird das neue Namensschild angebracht. Auf diese Weise könne in der Übergangszeit gewährleistet werden, dass der alte und der neue Name parallel nachzulesen ist, erläuterte Matthias Mann weiter.

Zuvor waren die Mitglieder des Hauptausschusses die komplette Liste mit den mehrfach vorkommenen Namen durchgegangen. Zum Großteil gab es von den Ortschaftsräten passende Vorschläge. Nur in Ausnahmefällen wurde von der Verwaltung ein Vorschlag unterbreitet. Bis zur Stadtratssitzung bleibe aber den Ortschaftsräten noch Gelegenheit, einen eigenen Vorschlag zu unterbreiten. Noch nicht eingearbeitet wurden Straßennamen in Neuferchau, da der Ortschaftsrat erst noch tagen muss.

Für Neuendorf gab es gleich zwei Änderungen zu den Vorschlägen des Ortschaftsrates (wir berichteten). Zum einen hatten sich die Neuendorfer darauf verständigt, die Bahnhofstraße künftig „Alte Bahnhofstraße“ zu nennen. Doch so sollen die Straßen „Am Bahnhof“ und „Bahnhofstraße“ in Kunrau bezeichnet werden. Aus diesem Grund schlägt die Verwaltung für Neuendorf den Namen „Brüchauer Straße“ vor. Dieser war bereits für die Hauptstraße in Neuendorf im Gespräch, fand aber keinen Zuspruch, weil sie nicht direkt nach Brüchau führt. Das sei hingegen bei der Bahnhofstraße der Fall, erläuterte Matthias Mann den Vorschlag. Für die Hauptstraße in Neuendorf schlägt die Verwaltung „Im Dorfe“ vor. Aber auch für diesen Fall gilt, dass sich Neuendorf noch positionieren kann. Zudem hatte der Ortschaftsrat Neuendorf für die Lindenstraße in Hohenhenningen mit „Unter den Linden“ einen Vorschlag unterbreitet, der bereits in Wenze zur Sprache kam. Daher hat die Verwaltung für Hohenhenningen den Namen „An den Linden“ in die Liste aufgenommen.

Kunrau wollte den Namen Mühlenweg behalten. Diesen gibt es aber auch in Trippigleben. Deshalb votiert die Verwaltung für den Namen „Mühlenstraße“ in Kunrau.

Die „Steimker Straße“ in Böckwitz soll laut Verwaltung „Steimker Weg“ heißen, weil es sinnvoll erschien, die Breite Straße in Kunrau, die vom Ortschaftsrat als „Lange Straße“ vorgeschlagen wurde, in „Steimker Straße“ umzubenennen. In „Lange Straße“ soll die Hauptstraße in Trippigleben umbenannt werden. Alternativ, so Matthias Mann, könne aber auch die Steimker Straße in Böckwitz bleiben und besagte Straße in Kunrau könnte „Steimker Chaussee“ genannt werden. Auf der anderen Seite in Steimke könnte die Straße als „Kunrauer Chaussee“ bezeichnet werden. Diese sollte bislang als „Kunrauer Straße“ belassen werden, da Jahrstedt bereits die Änderung in „Ohrestraße“ vorgeschlagen hatte. Allerdings fehlt noch die Positionierung von Neuferchau. In dem Fall könnte Neuferchau den Straßennamen behalten.

Ein Straßenname fiel bei der Bestandsaufnahme offenbar durchs Raster. Und zwar machte der Neuferchauer Ortsbürgermeister Gerhard Brüggemann aufmerksam, dass es auch in seinem Ort eine „Steimker Straße“ gibt, auch wenn an dieser nur der ehemalige Konsum liegt und somit keine Privatadresse an dieser Straße zu finden ist.

Schließlich gab es noch für Ristedt Vorschläge der Verwaltung. Dort sollen die Orte Ristedt und Neu-Ristedt als Straßenname jeweils die Ortsbezeichnung erhalten. In Ristedt gibt es bislang nur einen Namen, und zwar die „Dorfstraße“, erläuterte Matthias Mann. Seitens der Ortschaft gab es noch keine konkreten Vorschläge, da dort erst die Bürger angehört werden sollten, informierte der Klötzer Bürgermeister.

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