Doris Giggel als Großproduzentin: Schon der vierte vorweihnachtliche Backtag in Kusey

Nadelprobe für den Familienstollen

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Vorsichtig bringt Doris Giggel die Stollen auf den Blechen in Form. Genügend Abstand ist wichtig, da sich der Teig im Ofen verdoppelt.

Kusey. Seit etwa 40 Jahren backt die Kuseyerin Doris Giggel in der Adventszeit Weihnachtsstollen. Nicht nur in der Familie, auch bei Freunden und Nachbarn kommt das gehaltvolle und sehr lecker schmeckende Gebäck sehr gut an.

Schnell sind die süßen Scheiben verzehrt, Nachschub muss her. In diesem Jahr hat Doris Giggel schon dreimal Stollen gebacken, und sie reichen immer noch nicht. Am Wochenende begann nun der Endspurt für dieses Jahr, noch einmal sollten sechs Stollen gebacken werden.

Ein weihnachtlicher Duft durchströmt beim Backen die Küche, die zudem mit Kerzen und Teelichtern festlich dekoriert ist. Schon das Backen ist im Hause Giggel eine gute Einstimmung auf die bevorstehenden Festtage.

Doris Giggel bereitet ihren Stollen (Zutaten siehe Infokasten) nach einem alten Familienrezept zu.

In einer Schüssel werden Sultaninen, Nüsse, Mandeln, Zitronat und Orangeat gut durchgemischt. In einer anderen Schüssel werden die restlichen Zutaten zu einem Teig vermengt. „Die Butter sollte rechtzeitig warm gestellt werden, damit sie sehr weich ist“, empfiehlt Doris Giggel. Sie gibt den Inhalt der ersten Schüssel zu dem Teig und arbeitet diese von Hand in den Teig ein. Gründlich wird die Masse mit den Händen geknetet. Wenn der Teig gut durchgeknetet ist, teilt ihn Doris Giggel in die gewünschte Anzahl von Stollen auf und bringt die einzelnen Exemplare in Form.

Die entsprechende Anzahl an Backblechen wird mit Backpapier ausgelegt, dann platziert die Kuseyerin die Stollen darauf. „Man muss genügend Platz lassen“, erklärt Doris Giggel. Denn der Teig geht ordentlich auf, die Stollen werden beim Backen etwa doppelt so groß. Besser also, es wird ein Blech mehr zubereitet. Gebacken werden die Stollen bei etwa 160 Grad, „nach Gefühl“, wie Doris Giggel betont. Etwa 45 bis 60 Minuten benötigen die Teige, bis sie ganz durch sind. Die Backzeit richtet sich auch nach der Größe der Stollen. Wenn sie braun werden, testet die Kuseyerin mit einer Nadel, ob der Teig auch innen schon fertig ist. Die fertigen Stollen kühlen in der Küche ab.

Einen besonderen Tipp hat Doris Giggel am Ende noch parat: Sie vollendet die Stollen nach dem Backen erst dann, wenn sie gegessen werden sollen. Dann werden die Stollen mit flüssiger Butter bestrichen mit etwas Zucker beträufelt und zu guter Letzt mit Puderzucker bestreut.

Von Wolfram Weber

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