Dieter Reek gibt nicht auf und lobt die Solidarität der Firmen untereinander

Nach verheerendem Brand bei Klötzer Handwerksunternehmen: „Der Betrieb läuft weiter“

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In der Lagerhalle standen mehrere Fahrzeuge sowie ein komplettes Fertigteilhaus. Alles ist komplett zerstört. Der Schaden durch den Brand geht in die Millionen, schätzt die Polizei. 

Klötze – Als Dieter Reek gestern Nachmittag vor den Überresten des Betriebsgeländes an der Poppauer Straße steht, stehen zwei Dinge für ihn fest: „Der Betrieb läuft auf jeden Fall weiter“, betont der Firmengründer im AZ-Gespräch.

Die Kunden sollen sich keine Sorgen machen. Möglich ist die Weiterführung trotz des hohen Schadens vor allem, weil Dieter Reek nach dem Brand am frühen Karfreitag eine große Solidarität der Klötzer Betriebe spürt. „Das ist ganz toll“, bedankt sich Dieter Reek, als gerade wieder eine Nachricht auf seinem Handy eingeht: Erneut ein Angebot einer Klötzer Firma, die ihm Unterstützung zusichert. „Maschinen, Technik, jede Art von Hilfe ist uns schon angeboten worden“, ist der Klötzer überwältigt von der Solidarität der Betriebe untereinander. „Wir arbeiten nicht gegeneinander, sondern helfen uns gegenseitig“, betont der Firmenchef.

Bis zum Nachmittag musste die Klötzer Wehr nachlöschen, weil immer wieder Flammen aufflackerten.

Gegen 2.40 Uhr wurde der Brand auf dem Betriebsgelände gestern festgestellt. „Die Werkstatt, die Lagerhalle und vor allem die Fahrzeuge, alles ist zerstört“, steht Dieter Reek vor den Trümmern des Geschäfts. Auch ein komplettes Fertigteilhaus, das in der Lagerhalle stand, ist den Flammen zum Opfer gefallen. Ebenso zwei Lkw, ein Transporter, ein Radlader und zwei Gabelstapler. Alle Fahrzeuge, die für den Betrieb wichtig waren. „Die Maurer können trotzdem sofort weiterarbeiten“, sagt Dieter Reek. Bei den Zimmerern ist das dagegen etwas schwieriger, denn sie benötigen Spezialwerkzeuge und Material, das in der Werkstatt war. Acht Mitarbeiter hat der Betrieb. So schnell wie möglich möchte Dieter Reek eine Ersatzhalle auf dem Gelände aufbauen.

Wie es zu dem Brand kam, ist unklar. Gestern Mittag waren die Kriminaltechniker vor Ort, um den Brandort zu untersuchen. Auch die Tatortgruppe und ein Brandursachenermittler des Landeskriminalamtes werden eingesetzt, informiert Frank Semisch, Pressesprecher der Polizei des Altmarkkreises. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zur Brandaufklärung geben können. Dabei geht es vor allem um die Frage, wer die ersten Brandanzeichen gesehen hat. Denn die technische Alarmauslösung, durch die der Firmenchef informiert wurde, kann auch durch den Brand selbst und damit zeitverzögert erfolgt sein. Auch Hinweise auf Personen oder Fahrzeuge, die sich in der Nähe des Brandortes aufgehalten haben, sind für die Ermittlungen wichtig. Zeugen können sich unter Tel. (0 39 01) 84 80 im Polizeirevier des Altmarkkreises melden.

Durch die Brandhitze wurde auch das Gebäude eines etwa 30 Meter entfernten weiteren Handwerksbetriebs an der Fassade beschädigt, auch die Fenster rissen. Die Schadenshöhe dafür wird von der Polizei mit etwa 20.000 Euro angegeben.

VON MONIKA SCHMIDT

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