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Stadt Klötze soll WC-Anlagen nachts sperren

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Von: Monika Schmidt

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eine Straße und eine öffentliche WC-Anlage
Obwohl sie mitten im Ort liegt, wurde die WC-Anlage in Klötze Opfer von Vandalismus. Deshalb soll sie künftig nachts geschlossen werden. © Monika Schmidt

Mehrere Tausend Euro Schaden waren vor wenigen Tagen bei Vandalismus an den öffentlichen WC-Anlagen in Klötze entstanden. Um das in Zukunft zu verhindern, sollen sie nachts gesperrt werden.

Klötze – Der zunehmende Vandalismus an den öffentlichen Toiletten in Klötze hat Eindruck hinterlassen. Und zwar keinen guten. Mit der Konsequenz, dass der Klötzer Ortschaftsrat bei seiner Sitzung im Ratssaal Überlegungen anstellte, wie eine derartige kostenintensive Zerstörung des Angebots für die Bürger vermieden werden kann. Alexander Kleine brachte das Thema zur Sprache. „Wenn die Toiletten derart massiv dem Vandalismus verfallen, ist das mit wahnsinnig hohen Kosten verbunden“, erinnerte er. „Das ist total indiskutabel“, ärgerte er sich über die Zerstörungswut einiger. Alexander Kleine regte an, um weiteren Schaden zu verhindern, die Öffnungszeiten der öffentlichen Toiletten zu begrenzen. „Dann werden sie nachts geschlossen und stehen eben nicht mehr 24 Stunden rund um die Uhr zur Verfügung“, kündigte er an. Verbunden mit der Bitte an die Verwaltung, dass sie prüfen soll, ob die Technik beim Münzeinwurf diese zeitliche Begrenzung zulasse. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Vandalismus am helllichten Tag passiert“, sagte Kleine weiter und begründete so seine „Nachtabschaltung“ der Anlagen. „Es sind riesige Summen, die entstehen, um den Vandalismus zu beheben“, erinnerte er. Mit seinem Antrag fand Alexander Kleine Zustimmung bei den übrigen Ortschaftsräten. Sie waren sich einig, dass gegen den Vandalismus vorgegangen werden soll. Allerdings war Klaus Ewertowski skeptisch. „Das Thema Vandalismus kriegt man nicht gelöst, außer man macht die Toiletten ganz zu.“ Ortsbürgermeister Raimund Punke ärgerte sich ebenfalls, wusste aber, dass es diese Probleme auch in anderen Kommunen gibt. Der Vorschlag von Bernd Unruh, Schilder mit dem Hinweis auf Videoüberwachung anzubringen, fand keine Mehrheit, da dies rechtlich nicht erlaubt sei. „Es gibt keine Garantie, dass dann nichts passiert“, appellierte Alexander Kleine, wenigstens die Schließzeiten einzurichten. „Ansonsten können wir uns das bald nicht mehr leisten“, stellte er fest. Frank Fritzsche wünschte sich mehr Polizeipräsenz an den Toiletten.

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