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Radweg-Lückenschluss für 2023 geplant

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Von: Monika Schmidt

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Bauarbeiten an einem Radweg bei Beetzendorf
Der Radweg zwischen Bandau und Beetzendorf wird bereits saniert, während auf den Lückenschluss von Nesenitz bis Klötze immer noch gewartet wird. © Birgit Stephani

Wann kommt der Lückenschluss am Radweg an der L 19 von Klötze bis Beetzendorf?

Klötze – Während der Radweg an der L 19 von Bandau bis Beetzendorf schon so marode ist, dass er aktuell saniert werden muss, warten die Klötzer immer noch auf den Lückenschluss des Radweges vom Klötzer Ortsausgang bis zum Abzweig Nesenitz. Bislang standen ungeklärte Eigentumsfragen im Weg, um einen durchgängigen straßenbegleitenden Radweg von Klötze bis Beetzendorf realisieren zu können. Die Altmark-Zeitung fragte beim Land nach, wann mit einer Realisierung des Lückenschlusses zu rechnen ist. „Zurzeit ist geplant, die Maßnahme in 2023 baulich umzusetzen“, antwortet Peter Mennicke, Pressesprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Digitales, dem auch der Landesbetrieb Bau zugeordnet ist. Wie er weiter mitteilt, ist die technische Planung für den etwa zwei Kilometer langen Bauabschnitt abgeschlossen. Knackpunkt war jahrelang die Eigentumsfrage. Inzwischen ist das Land bei der Bearbeitung ein gutes Stück vorangekommen. 2020 waren noch fünf Grundstücksfragen ungeklärt. Inzwischen ist bis auf zwei Grundstücke mit allen Eigentümern eine Einigung gefunden worden. „Bei den zwei Grundstücken wird es voraussichtlich zur Enteignung kommen müssen, da mit den Eigentümern keine Einigung zustande kommt“, kündigt Peter Mennicke deshalb schon mal an. Das Land möchte das Vorhaben aber endlich umsetzen und wählt deshalb das Verfahren der Enteignung. Dieses wird 14 Wochen vor Baubeginn eingeleitet, teilt der Pressesprecher des Ministeriums weiter mit. Damit könnte 2023 der letzte Abschnitt des Radweges umgesetzt werden, also mehr als zwölf Jahre nach dem eigentlichen Termin. Denn geplant war ursprünglich, nach dem letzten Abschnitt von Bandau bis zum Abzweig Nesenitz nahtlos mit dem Lückenschluss bis Klötze weiterzumachen. Die ungeklärten Grundstücksfragen, bei denen die Eigentümer aus Erbengemeinschaften weltweit kontaktiert werden mussten, brachten das Verfahren kräftig in Verzug. Es ist, so hatte kurz vor seinem Eintritt in den Ruhestand der damalige Leiter der Landesbaubehörde in Stendal gesagt, das Verfahren, „das am längsten in der Schublade liegt“. Nun besteht begründete Hoffnung, dass die Baupläne bald aus der Schublade genommen werden können.

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