Rumänienhilfe weitet ihr Engagement aus / Transport erreicht heute sein Ziel

Nach 25 Jahren: Nun sind andere Dörfer an der Reihe

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Am Ende der Aktion war der Lkw einer rumänischen Spedition wie immer proppenvoll. Heute soll der Hilfstransport sein Ziel erreichen. Das liegt nicht wie in den Vorjahren rund um Zvoristea, sondern etwa 70 Kilometer weiter.

Kunrau. Seit 1990 gibt es in der Region die Rumänienhilfe. Am Donnerstagvormittag kam wieder ein großer Lkw einer rumänischen Spedition nach Kunrau, um die Hilfsgüter, die das ganze Jahr über in der Scheune von Erich Fischbeck gesammelt werden, abzuholen.

Etwa 20 freiwillige Unterstützer aus der Altmark und dem benachbarten Niedersachsen halfen beim Verladen mit. Hauptsächlich Wintersachen, Schuhe und Sachspenden aller Art sowie Lebensmittel gingen in Richtung Südosteuropa auf die Reise. Am heutigen Sonnabendvormittag sollen die Spenden den Hilfsverein in Rumänien erreichen.

Da die etwa zehn Dörfer in Rumänien, denen die Hilfe seit nunmehr einem Vierteljahrhundert zu Gute kommt, mittlerweile einen gewissen Standard erreicht haben, werden nun andere Dörfer, in etwa 70 Kilometer Entfernung unterstützt. „Den Menschen dort, sie leben an der rumänisch-ukrainischen Grenze, geht es wesentlich schlechter“, weiß Erich Fischbeck, einer der Organisatoren der Rumänienhilfe in der Region.

Bereits in einem halben Jahr, im April/Mai 2016, soll der nächste Hilfstransport starten. Hierfür werden wieder Spenden gesammelt. Textilien, Schuhe, Sachspenden aller Art wie Fahrräder, Nähmaschinen, Waschmaschinen oder Wäscheschleudern werden vor Ort unter anderem benötigt. Wie die Organisatoren betonen, sollen die Menschen gebrauchsfähige Geräte abgeben und keinen Schrott. Den nächsten Transport wollen einige der Helfer begleiten und die Spenden direkt vor Ort an die Hilfsbedürftigen verteilen.

Von Wolfram Weber

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