Museum nach Brand derzeit geschlossen

Welche der verkohlten Holzbalken im Dachstuhl der Museumsscheune ersetzt werden müssen, muss ein Sachverständiger untersuchen.

Böckwitz - Von Monika Schmidt. 32 Feuerwehrleute aus Jahrstedt, Kunrau und Klötze bekämpften am späten Freitagabend den Scheunenbrand im Böckwitzer Museum. Dank ihres schnellen Einsatzes konnte Schlimmeres verhindert werden. Trotzdem verursachte das Feuer Schaden, auch wenn glücklicherweise kaum Ausstellungsstücke beschädigt wurden.

Ein Anwohner hatte am Freitagabend eine Rauchentwicklung an der Museumsscheune beobachtet und sofort die Feuerwehr verständigt. Bis die Brandschützer eintrafen, versuchten die Anwohner aus dem Rundling, den Brand mit dem Gartenschlauch zu bekämpfen. Da die Scheune mit Asbestplatten gedeckt ist, knallten diese durch die Hitzeentwicklung laut. Zum Einsatz kam auch die Klötzer Drehleiter, mit der das Feuer, das vermutlich an der Werkbank auf der linken, weitestgehend ungenutzten Seite der Scheune begonnen hatte, von oben gelöscht wurde.

„Gottseidank ist nicht mehr passiert“, betonte gestern Kirstin Mähl, Vorstandsassistentin beim Museumsverein, auf AZ-Anfrage. Da der linke Flügel der Scheune weitestgehend ungenutzt ist, befinden sich dort nur wenige Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel eine Kutsche, die aber rechtzeitig aus dem Gebäude gezogen werden konnte. Trotzdem musste das Museum aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen werden, da zum einen der Strom abgestellt werden musste und zum anderen erst erklärt werden muss, welche der verbrannten Balken des Dachstuhls ersetzt werden müssen.

„So lange, bis die Renovierung abgeschlossen ist, muss das Museum geschlossen bleiben“, informierte Kirstin Mähl weiter. Besucher werden mit einem Hinweisschild vor dem Museum und auf der Homepage des Vereins auf diesen Zustand aufmerksam gemacht. Die Vorstandsmitglieder des Böckwitzer Museumsvereins hatten noch am Sonntag bei einer Krisensitzung entschieden, wie es weitergehen soll. Bevor mit dem Renovieren begonnen werden kann, muss sich zunächst ein Sachverständiger den Brandschaden ansehen. „Alle bislang angemeldeten Gruppen werden aber betreut“, versicherte Kirstin Mähl im AZ-Gespräch. So kann sowohl die eigentliche Grenz- und Landwirtschaftsausstellung betreten als auch das Backhaus zum Kaffeetrinken genutzt werden. „Und unter der Remise ist bei schönem Wetter Platz für größere Gruppen“, betonte sie. Denn nur der zur Hofseite befindliche Teil der Scheune ist von dem Brand betroffen. Die Rückseite ist komplett unversehrt.

Auch für die nächste Veranstaltung im Böckwitzer Museum, die erst Mitte September stattfinden wird, sieht sie keine Probleme. „Das Backhaus wird wohl für den Vortrag ausreichen“, vermutet Kristin Mähl. Und bis zum Adventsmarkt Ende November, der in der Museumsscheune stattfindet, werde der Brandschaden wohl behoben sein. Bis dahin heißt es aber „vorübergehend geschlossen.“

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