Bereitschaft der Ärzte wird abgefragt

Mobiles Impfen: Klötze will dabeisein

Das Gebäude des Jahrstedter Gemeindesaals gehört der Stadt Klötze. Dort könnte das mobile Impfen angeboten werden.
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In kommunalen Gebäuden, wie dem Saal in Jahrstedt, könnte das mobile Impfen angeboten werden.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Der Altmarkkreis Salzwedel bietet neben Terminen im Impfzentrum Gardelegen auch das mobile Impfen vor Ort an. Die Stadt Klötze möchte sich daran beteiligen, aber das geht nur, wenn die Ärzte auch mitziehen.

+++ UPDATE, 15.30 Uhr (16.02.) +++

Klötze/Jahrstedt – Auf Initiative des stellvertretenden Jahrstedter Ortsbürgermeisters André Homeyer soll das mobile Impfen in Jahrstedt in Angriff genommen werden.

Homeyer nahm Kontakt zum Impfzentrum auf und schloss sich mit den Nachbar-Ortschefs kurz. Sie sowie Mitglieder der Ortschaftsräte haben am Wochenende die über 80-Jährigen aus Jahrstedt, Steimke und Dönitz besucht und ihre Impfbereitschaft erfragt. „Die überwältigende Mehrheit war sehr erfreut und möchte sich hier vor Ort im Jahrstedter Saal impfen lassen, da sie bisher keinen Termin über die Hotline bekommen konnten und sich den Weg nach Gardelegen nicht mehr zutrauen“, teilt André Homeyer der Altmark-Zeitung mit.

Vorerst konnten dem Impfzentrum 80 Personen aus den Orten gemeldet werden. Der genaue Impftermin wird den Betroffenen rechtzeitig mitgeteilt, verspricht der stellvertretende Jahrstedter Ortsbürgermeister. Möglich sei dies nur, „weil wir vor Ort ehrenamtlich die Terminorganisation übernehmen und vorab die Aufklärungs- und Anamnesebögen verteilen“, erklärt er weiter. Falls aus den genannten Ortsteilen ein über 80-jähriger Impfwilliger vergessen wurde, kann er sich unter Tel. (01 79) 2 32 23 51 bei André Homeyer melden. Zum Impftermin müssen die Chipkarte, der Impfausweis und der Personalausweis mitgebracht werden. Wie André Homeyer weiter informiert, engagiert sich in Kunrau auch der dortige Ortsbürgermeister Uwe Bock, um einen Impftermin für seine Einwohner zu organisieren.

+++ Erstmeldung +++

„Natürlich machen wir da mit“, sagt der Klötzer Hauptamtsleiter Matthias Reps voller Überzeugung. Der Altmarkkreis Salzwedel hat bei den Kommunen um Unterstützung beim Impfen gebeten. Und die Klötzer Stadtverwaltung war sofort bereit, diese Unterstützung zu geben.

Allerdings ist das nur im kleinen Rahmen möglich, schränkt Matthias Reps ein. Denn zunächst einmal hat Landrat Michael Ziche die Ärzte aus der Region aufgefordert, das Impfen vor Ort zu unterstützen. Dies soll zunächst in Arendsee, Kalbe und Jübar passieren.

Wie der Altmarkkreis informierte, werden gemäß der angekündigten weiteren Impfstrategie des Landkreises für geplanten Impfungen der über 80-Jährigen über die Hausarztpraxen ab der ersten Märzwoche mobile Impfteams in Arztpraxen in Arendsee und Kalbe impfberechtigte Personen impfen. Diese Termine werden über die beteiligten Arztpraxen oder die jeweiligen Stadtverwaltungen organisiert und koordiniert Dies könnte perspektivisch dann auch in der Einheitsgemeinde Klötze umgesetzt werden.

Kommunale Objekte stehen bereit

„Wir stellen dafür selbstverständlich unsere kommunalen Objekte zur Verfügung“, betont im Namen der Stadtverwaltung Matthias Reps. Erste Initiativen für das mobile Impfen vor Ort hat es in einigen Ortsteilen der Einheitsgemeinde schon gegeben. Denn verschiedene Seniorengruppen haben sich bereits Gedanken gemacht, dass das Impfen vor Ort doch praktischer wäre, als dafür extra zum Impfzentrum nach Gardelegen zu fahren.

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