Vogelvoliere und Kaninchenstall werden ins nächste Jahr verschoben

Kraft reicht nur für den neuen Zaun

Mitgliederversammlung des Fördervereins
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Der Förderverein für das Klötzer Tiergehege hatte zur Mitgliederversammlung eingeladen.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Klötze – „Die positive Tendenz der öffentlichen Wahrnehmung unseres Vereins hat sich weiter fortgesetzt“, bilanzierte Lothar Schulze, Vorsitzender des Fördervereins für das Klötzer Tiergehege, in seinem Rechenschaftsbericht. Diesen hielt er bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins, bei der für zwei Jahre Bilanz gezogen wurde.

Die Besucherzahlen im Tiergehege sind gestiegen, die Unterstützung bei den praktischen Arbeiten in der Anlage werde von den Besuchern honoriert, fasste Schulze zusammen. Dem Verein ist es ein wichtiges Anliegen, die Arbeit der Tierpfleger zu unterstützen, vor allem durch die Anschaffung von Werkzeugen und Kleinmaschinen. Die Liste der Gegenstände, die der Verein in seiner fünfjährigen Geschichte bislang für das Tiergehege angeschafft hat, war recht lang.

Positiv hat sich auch die Mitgliederzahl entwickelt. Von anfänglich 26 Mitgliedern ist der Verein inzwischen auf 40 Mitglieder angewachsen, informierte Lothar Schulze. Positiv steht auch die Vereinskasse da, so dass weitere Investitionen in das Tiergehege finanziert werden können. Als Ausgabe für dieses Jahr sind noch 3500 Euro geplant, die gemeinsam mit einem Anteil der Stadt von etwa 10 000 Euro für einen neuen Zaun am Rotwildgehege investiert werden sollen. Der kräftige Hirsch, der mithilfe des Vereins angeschafft wurde, hat so ein starkes Geweih, dass der alte Zaun nicht sicher genug ist. „Gut, dass der Hirsch nicht weiß, wie hoch er springen kann“, sagte Lothar Schulze. Der neue Zaun soll noch in diesem Jahr, voraussichtlich in diesem Monat, aufgebaut werden.

Der Vorsitzende sparte es sich, alle geleisteten Arbeiten und Maßnahmen aus den vergangenen Jahren noch einmal aufzuführen. Er erinnerte nur kurz an den neuen Spielplatz, die überdachten Sitzgruppen und die rekonstruierten Stallgebäude bei den Eseln und im Ziegengehege, an denen der Verein seinen Anteil hatte. Um die Jungtiere auf dem Geflügelteich besser zu schützen, wurde ein transportabler „Hühnerhof“ angeschafft. Ganz gelungen ist das aber noch nicht. Horst Kamieth würde sich mehr Nachwuchs bei Enten, Gänsen und Schwänen wünschen und sah dort noch eine Aufgabe für die Tierpfleger für die Zukunft. Noch zu oft falle die Brut Beutetieren zum Opfer.

Aus verschiedenen Gründen nicht geschafft wurde der in diesem Jahr geplante Umbau des früheren Affenkäfigs zu einem Kaninchengehege. Eigentlich sollte das noch im Herbst geschehen, berichtete Lothar Schulze. Aber Baufachmann Uwe Witte hatte wegen bestehender Frostgefahr davon abgeraten, da viel Beton verwendet werden müsse. „Wenn der Beton reißt, haben wir auch nichts gewonnen“, sagte Lothar Schulze.

Wegen des Zaunbaus am Rotwildgehege musste auch die geplante Neugestaltung der Vogelvolieren verschoben werden. „Wir haben vor, gemeinsam mit der Stadtwirtschaft und den körperlichen und finanziellen Gegebenheiten unseres Vereins 2022 eine Lösung zu finden“, kündigte der Vorsitzende an. Außerdem stehen für das kommende Jahr die Rekonstruktion des Stallgebäudes im Mufflongehege und eine Neueindeckung des Vereinsgebäudes sowie eventuell der Bau einer kleinen Terrasse auf dem Wunschzettel des Vorstandes. Dazu muss es aber noch Absprachen mit der Stadt geben.

Generell ist der Verein sehr zufrieden mit dem neuen Vereinsgebäude, das aus einer alten DDR-Garage im Gehege der Mufflons und des Damwildes entstanden ist. In dem Raum sind alle Unterlagen des Vereins sowie alle Gerätschaften trocken und ordentlich untergebracht, berichtete Lothar Schulze den Mitgliedern. Bei Arbeitseinsätzen kann der Raum als zeitweilige Unterkunft genutzt werden. Die Helfer sind dann bei der Pause vor der Witterung geschützt. Damit sie die Möglichkeit zum Sitzen haben, wurden sechs Bierzeltgarnituren angeschafft.

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