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Handaufzucht Nina geht im Klötzer Tiergehege an der Leine

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Von: Monika Schmidt

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ein Mann sitzt auf einer Hand, vor ihm an der Leine ein junges Mufflon
Tierpfleger Framk Weißmann macht beim Spaziergang mit Mufflon Nina eine Pause. © Privat/Förderverein Tiergehege Klötze

Klötze – „Wir haben eine neue Attraktion im Tierpark“, freute sich Lothar Schulze, der Vorsitzende des Fördervereins für das Klötzer Tiergehege. Mufflon Nina lockt vor allem die jüngeren Besucher an, davon ist Lothar Schulze überzeugt. „Bislang können wir ja alle unsere Tiere nur in den Gehegen, hinter Gittern und Zäunen präsentieren“, erklärte er im AZ-Gespräch. Nina jedoch ist ein junges Mufflon, das von Tierpfleger Karsten Langleist mit der Hand aufgezogen wurde. Seine Mutter war bei der Geburt gestorben, deshalb musste der Tierpfleger die Aufgaben der Aufzucht übernehmen. Karsten Langleist ist erfahren, auch die Wildschweine Rüdiger und Bella hat er bereits mit der Hand aufgezogen. Durch den engen Kontakt ist Nina nicht nur auf seine „Ersatzmutter“ geprägt, sondern steht auch den Menschen aufgeschlossen gegenüber. Das wollen die Tierpfleger und Fördervereinsmitglieder ausnutzen: Nina ist handzahm und an ein Geschirr gewöhnt. Deshalb kann sie an der Leine im Klötzer Tierpark umhergeführt werden. Karsten Langleist und sein Kollege Frank Weißmann gehen mit dem kleinen Mufflon-Mädchen regelmäßig im Tierpark spazieren, um sie an die Umgebung zu gewöhnen. Künftig können auch Kinder das Tier einmal führen oder es beim Spaziergang streicheln, kündigt Lothar Schulze an. Er hat noch weitere Pläne mit Nina. Denn der Fördervereinsvorsitzende kann sich auch vorstellen, mit Nina an der Leine die Senioreneinrichtungen und Heime in der Stadt Klötze zu besuchen. Es sei ja bekannt, dass die Bewohner geradezu aufblühen, wenn sie Kontakt zu einem Tier haben und dieses auch streicheln können, erklärt der Vorsitzende. 

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