Damit nicht zu viel Photovoltaik-Anlagen in der Landschaft stehen

Klötze braucht ein Solarkonzept

Eine Freiflächen-Solaranlage im Raum Gardelegen. Ob auch in Klötze solche Anlagen entstehen dürfen, will der Stadtrat noch klären.
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Ein Konzept, wo in der Einheitsgemeinde Klötze Freiflächen-Photovoltaikanlagen entstehen dürfen, möchte der Klötzer Stadtrat erstellen.
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Nicht überall in der Landschaft sollen Solarparks entstehen. Das finden zumindest die Klötzer Stadträte und wollen die Standorte in einem Konzept beschränken.

Klötze – Alle drei beantragten Freiflächen-Photovoltaikanlagen für Neuendorf, Hohenhenningen und Böckwitz – mit zwei unterschiedlichen Investoren – sind laut dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) nicht förderfähig, informierte Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps im Hauptausschuss auf Anfrage von Henry Hartmann. Das gab den Ausschlag für die Stadträte, sich zunächst detaillierter informieren zu wollen und sich einen Plan zu machen, damit die PV-Anlagen nicht überall in der Landschaft wie Pilze aus dem Boden sprießen. „Man muss jetzt gucken, wo wollen wir hin“, erklärte der stellvertretende Jahrstedter Ortsbürgermeister André Homeyer. Er zeigte sich überrascht, dass der Stadtrat schon Beschlüsse über den Bebauungsplan für Böckwitz fassen sollte, denn der Ortschaftsrat sei zwar von dem Investor über das Vorhaben informiert worden, habe aber noch keine Stellungnahme abgegeben.

Gibt es schon ein Solarkonzept?

Unterschiedliche Ansichten gab es zu der Frage, ob die Stadt Klötze bereits ein Energiekonzept hat, in dem die möglichen Flächen für erneuerbare Energien festgeschrieben sind. Sachgebietsleiter Gordon Strathausen hatte auf ein solches Konzept verwiesen, dass mit dem Beschluss zur PV-Anlage am Hasselbusch gefasst wurde. Dem widersprach vor alllem Marco Wille energisch. Er habe es als Stadtrat nicht so verstanden, dass dies ein Energiekonzept für die Einheitsgemeinde sei, sondern eine Untersuchung, die vom Investor für die Anlage am Hasselbusch als unterstützende Erläuterung beigefügt wurde. Konkret als Energiekonzept sei dieses Papier nicht beschlossen worden. Zumal es nicht von der Stadt, sondern von den Antragstellern für die Hasselbusch-Anlage erstellt wurde. „Ich möchte klarstellen, wir als Stadtrat haben nicht beschlossen, dass das unser zukünftiges Energiekonzept ist“, betonte Marco Wille. Die Tendenz der Stadträte gehe ohnehin dahin, besser Dachflächen für Photovoltaik zu nutzen. André Homeyer bat darum, bei den Anträgen auch darauf zu achten, dass die Kommune mit den Anlagen auch Geld verdient, zum Beispiel durch Steuereinnahmen, die in die Stadtkasse fließen. „Das Geld sollte in der Region bleiben. Wenn wir nichts davon haben, möchte ich es auch nicht vor der Tür haben“, begründete André Homeyer.

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