Klötzer Herbst-Rummel bleibt in der Kritik

Seit Jahren bekannten Schaustellern werde „vor den Kopf gestoßen“

Ein Plakat wirbt für den Herbst-Rummel in Klötze, dahinter werden die Fahrgeschäfte noch aufgebaut.
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Vom 23. bis 31. Oktober ist auf der Festwiese in Klötze Herbst-Rummel.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Den Martinimarkt, das größte Innenstadtfest der Altmark, gibt es in diesem Jahr in Klötze wieder nicht. Dass dennoch ein kleiner Rummel aufgebaut wird, sorgt für mehr Kritik als Freude.

Klötze – Das Thema war dem Klötzer Stadtratsvorsitzenden Klaus Ewertowski so wichtig, dass er für seine Anfrage an den Bürgermeister bei der Sondersitzung des Stadtrates die Leitung der Sitzung vorübergehend an seinen Stellvertreter Matthias Licht abgab. Der Herbst-Rummel, der ab 23. Oktober auf der Festwiese am Waldbad in Klötze stattfinden soll, beschäftigt die Einwohner weiterhin. Bislang hagelte es für die Verwaltung vor allem Kritik an der Veranstaltung. Dieser schloss sich nun auch der Stadtratsvorsitzende an. Klaus Ewertowski bekundete sein „Unverständnis“ über den Rummel. „Wir haben uns als Stadtrat durchgerungen, im September eine Absage an die Schausteller zu schicken“, erinnerte er. Wenn dann innerhalb kurzer Zeit der Antrag eines „Konkurrenten von denen, die wir über zig Jahre kennen“, befürwortet werde, fühlten sich die bekannten Schausteller des Martinimarktes „vor den Kopf gestoßen“, beklagte Klaus Ewertowski. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Stadt an die Standardbeschicker des Martinimarktes herangetreten wäre, um denen ein Angebot zu unterbreiten“, erklärte der Klötzer. Ihm sei klar, dass es sich bei dem Rummel-Anbieter um ein wirtschaftliches Unternehmen handele. „Aber wenn wir unseren Schaustellern absagen und uns gleichzeitig bemühen, eine Konkurrenzveranstaltung auf den Weg zu bringen, dann sehe ich die Martinimarkt-Entwicklung sehr kritisch“, so Klaus Ewertowski.

Vorwürfe sofort widerlegt

Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels bemühte sich, die Vorwürfe umgehend aus dem Weg zu räumen. „Das ist so nicht ganz richtig“, erwiderte Bartels. Denn die Stadt habe die Martinimarkt-Schausteller sehr wohl gefragt, ob sie eine Alternative zum großen Innenstadt-Rummel anbieten können. Aber sie hätten dies verneint, teilte der Bürgermeister den Stadträten mit. Deshalb gebe es nun in diesem Jahr eine Ausweichveranstaltung, um wenigstens den Kindern etwas zu bieten, argumentierte der Bürgermeister. Federführend für die Genehmigung des Rummels sei aber der Altmarkkreis gewesen, schob Uwe Bartels den Ball weiter.

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