6,4 Millionen Euro in sechs Jahren

Die Straße zwischen Kusey und Immekath ist eine der schlechtesten im ganzen Altmarkkreis. Dennoch steht sie erst im Jahr 2016 auf der neuen Prioritätenliste.

Klötze - Von Ulrike Meineke. Elf von insgesamt 32 Straßenbaumaßnahmen im Altmarkkreis sollen bis 2016 im Raum Klötze umgesetzt werden.

Damit würden innerhalb von sechs Jahren 6,4 Millionen Euro in dieser Gegend verbaut werden. „Gerade im Raum Klötze wurden die Straßen stark beansprucht“, erklärte Kreisstraßenmeister Dieter Kraus am Dienstag den Kreistagsmitgliedern des Bau- und Wirtschaftsausschusses. Die beiden Gremien tagten gemeinsam, um sich der Prioritätenliste für den Kreisstraßenbau bis 2016 zu widmen.

Insbesondere die Ortsverbindung Klötze-Kakerbeck, dabei speziell der Bereich zwischen Kakerbeck und Jemmeritz, sei weiter nach vorn gerückt, so Kraus weiter. Ein Neubau sei der jährlichen Unterhaltung vorzuziehen. Denn Kraus rechnet in den Folgejahren eher mit weniger Geld für die Unterhaltung der Kreisstraßen, während für den Neubau Fördermittel vom Land fließen (siehe Infokasten).

Zum Lückenschluss Siebenarm-Mellin sagte der Straßenmeister, dass die Entscheidung für den Bau aus dem Plädoyer für die Südumfahrung von Brome resultiere. „Da müssen sich zwei Lkw begegnen können“, nahm er auch Bezug auf die Frequentierung dieser Straße in Richtung Glunz-Werk.

Der Kreisel in Klötze sei schon seit Jahren geplant, die Stadt habe Mittel akquiriert und das Land wolle den Kreisverkehr 2011 bauen. Dort sei der Altmarkkreis mit „einem Ast“ im Zuge der Kreisstraße 1393 beteiligt.

Der Kreis rechnet damit, dass die Straße und damit die Brücken zwischen Darnebeck und Jeeben durch den veränderten Verkehrsfluss künftig von drei Seiten mit Lastwagen angefahren werden. Deshalb müsse die Leistungsfähigkeit der Bauwerke erhöht werden.

Die Ortsverbindung Kusey-Immekath, die von Gerhard Drebenstedt (CDU-Fraktion) als „eine der schlechtesten Straßen im Altmarkkreis überhaupt“ bezeichnet wurde, steht erst 2016 auf der Prioritätenliste. Damit ist der Neubau unklar, denn alle Maßnahmen nach 2013 seien angesichts neuer Förderkonditionen nur „eine vage Vorausschau“, wie Dieter Kraus erklärte. Drebenstedt steht diese Straße „zu weit hinten“. Gerade auch, weil dieser Bereich verstärkt von schweren Lkw aus dem Raum Niedersachsen und B 71 / Kakerbeck befahren werde. Dennoch rückte Kusey-Immekath nicht weiter nach vorn – die Ausschüsse empfahlen die von der Verwaltung vorgelegte Liste an den Kreisausschuss weiter.

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