Einigung über Erschließung des Stichwegs an der Germenauer Straße

Mit maximal 1000 Euro dabei

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Das Kopfsteinpflaster des Stichwegs von der Germenauer Straße endet vor dem neuen Bauplatz. Deshalb sollen weitere 50 Meter Weg mit Schotter befestigt werden, um das Grundstück zu erschließen.

Klötze / Jahrstedt – Nachdem die Mitglieder des Klötzer Hauptausschusses vor 14 Tagen noch großen Gesprächsbedarf zu einem Bauvorhaben in Jahrstedt hatten, ging im Stadtrat in der vergangenen Woche alles ganz schnell und ohne Diskussionen über die Bühne.

„Nichtöffentlich ist ja alles gesagt worden, was gesagt werden musste“, leitete Hauptamtsleiter Matthias Reps in Vertretung des Bürgermeisters den Beschluss ein. Denn zu Beginn der Sitzung hatte die Verwaltung die Stadträte in einem kurzen nichtöffentlichen Teil über den Stand der Verhandlungen informiert: Im Zuge des Baus eines Einfamilienhauses an der Germenauer Straße in Jahrstedt soll ein Stück Weg befestigt werden, um das hinterliegende Grundstück zu erschließen. Dazu soll ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden.

Im Hauptausschuss waren den Stadträten die Aussagen zu den Kosten, die für den Wegebau entstehen, zu vage. Das gesamte Gremium enthielt sich bei der Abstimmung. Im Stadtrat gab es nun Erklärungen der Verwaltung, „bis zu welchem Rahmen wir uns maximal beteiligen“, informierte Matthias Reps. Die Einwände im Hauptausschuss seien durchaus berechtigt gewesen, räumte der Hauptamtsleiter ein.

Nachdem nun alles geklärt sei, könne der Beschluss gefasst werden. Das taten die Stadträte auch ohne weitere Diskussionen. Es gab drei Enthaltungen von Heiko Hutopp, Alexander Kleine und Jürgen Barth.

Auf AZ-Nachfrage informierte Matthias Reps, dass es nach dem Hauptausschuss einen Vor-Ort-Termin mit dem Bürgermeister, der Planerin, den Anliegern und dem Bauamt der Stadt gegeben hatte. Dabei einigten sich die Anwesenden darauf, dass der Weg auf einer Länge von 50 Metern mit Schotter befestigt werden soll. Da die Stadt keine Erschließungssatzung habe, laufe die Maßnahme als Ausbau. Die Stadt beteiligt sich mit zehn Prozent an den Kosten, maximal 1000 Euro werden für das Vorhaben aus der Stadtkasse bezahlt. „Das ist mit allen Beteiligten so abgestimmt. Es gibt keine Folgekosten für die Stadt“, betonte Matthias Reps.

Hauptargument für die kommunale Beteiligung war das Ziel, den Bauplatz zu erschließen. „Wenn Bauwillige da sind, sollte den Leuten das Bauen auch möglich gemacht werden“, argumentierte der Hauptamtsleiter im AZ-Gespräch. Die Stadt freue sich über jeden, der sich in der Einheitsgemeinde niederlassen wolle.

VON MONIKA SCHMIDT

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