Maßgeblicher Eingriff

Die BUND-Ortsgruppe Kunrau kämpft gegen den Bau einer Schweinemastanlage nahe Rappin. Der Jahrstedter Ortschaftsrat sicherte den Nachbarn seine Unterstützung beim Protest zu.

Jahrstedt - Von Monika Schmidt. „Das Thema Schweinemast liegt mir auch am Herzen“, betonte der Jahrstedter Ortsbürgermeister Uwe Bartels bei der Zusammenkunft seines Ortschaftsrates.

Er informierte die Mitglieder, dass er sich bei der Infoveranstaltung in Kunrau, bei dem ein Aktionsbündnis gegen die Schweinemastanlage gebildet wurde, im Namen der Jahrstedter gegen den Bau der Anlage ausgesprochen hatte und den Protest der Kunrauer unterstützt. „Wir sind dagegen“, stellte er im Namen des gesamten Ortschaftsrates klar. Denn die Schweinemastanlage mit der folgenden Gülleausbringung „greift maßgeblich in ein Randgebiet des Naturparks Drömling ein“, erinnerte Uwe Bartels. Und er verwies darauf, dass mit dem Hinweis auf die Zug- und Rastvögel das Errichten von Windrädern in dem Bereich nicht genehmigt wurde.

Der Ortsbürgermeister erklärte zudem: „Der Schweinegestank ist mit der Schlimmste in der Landwirtschaft.“ Das bestätigten auch die Ortschaftsratsmitglieder. Durch die Schweineställe in Steimke und Neuferchau würden die Bewohner der Region wissen, was auf sie zukomme. „Und dort gibt es bei weitem noch nicht diese Kapazitäten“, erinnerte Uwe Bartels. Er sah ein weiteres Problem in der anstehenden Gülleverrieselung. „Ich sehe nicht, wie eine Genehmigung dafür mit dem Wassereinzugsgebiet für die Börde und Magdeburg bei uns in Einklang zu bringen ist.“

Der Appell von Uwe Bartels deshalb: „Das Thema sollte uns auch in Wallung bringen.“ Er informierte, dass in Jahr-stedt fleißig Unterschriften gegen das Vorhaben geleistet wurden. Zudem wunderte er sich darüber, warum Ortsfremde nicht ein ortsansässiges Unternehmen eine solche Anlage in Kunrau beantragen. „Warum bauen die ihre Anlage nicht vor Ort?“, fragte Uwe Bartels in die Runde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare