Stadt würde Rummel absagen, aber angeblich sperren sich die Stadträte

Martinimarkt in Klötze: Entscheidung bleibt weiter offen

Abstände können unter normalen Umständen nicht auf dem Martinimarkt eingehalten werden. Eine endgültige Absage für dieses Jahr gibt es aber weiterhin nicht. 
+
Abstände können unter normalen Umständen nicht auf dem Martinimarkt eingehalten werden. Eine endgültige Absage für dieses Jahr gibt es aber weiterhin nicht. 

Klötze – Entgegen der Ankündigung von Bürgermeister Uwe Bartels, dass im Hauptausschuss am Mittwochabend eine Entscheidung zum Martinimarkt verkündet werden soll, werden die Rummelfreunde weiter im Ungewissen gelassen, ob es 2020 in Klötze einen Martinimarkt gibt oder nicht.

.

Denn der Bürgermeister gab keine Entscheidung bekannt. Er sagte: „Der Hauptausschuss soll in Sachen Martinimarkt dem Stadtrat eine Entscheidung empfehlen.“ Das wurde von den Mitgliedern des Gremiums aber nicht als Aufforderung aufgefasst, im öffentlichen Teil über das Thema zu sprechen. Sie blieben stumm, der öffentliche Teil verstrich, ohne dass die zahlreich anwesenden Bürger eine Information zum Sachstand bekommen haben.

Auf Nachfrage der Altmark-Zeitung musste Uwe Bartels gestern feststellen, dass die Stadträte seine Aufforderung nicht als solche verstanden hatten. Im nichtöffentlichen Teil sei aber über das Thema gesprochen worden. Mit einem völlig neuen Tenor: Denn nicht mehr die Stadtverwaltung ist plötzlich die treibende Kraft, die sich vor einer Absage scheut. Es sind nach Auskunft des Bürgermeisters die Stadträte, die sich die Entscheidung noch offen lassen.

„Die Stadträte wollten abwarten, wie sich die Corona-Lage entwickelt. Sie haben darum gebeten, dass wir noch nicht absagen“, informierte Uwe Bartels im AZ-Gespräch. Zwar räumte der Bürgermeister ein, dass es eigentlich eine Sache der Verwaltung sei, die Entscheidung zu treffen. Aber nun soll das Votum des Stadtrates ausschlaggebend sein. Dies fiel, so informierte Uwe Bartels, auch am Mittwochabend im nichtöffentlichen Teil nicht eindeutig aus. „Wir werden wohl absagen müssen“, sagte Uwe Bartels. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen. Es werde wohl im Stadtrat am 16. September noch einmal über das Thema gesprochen.

„Die Hoffnung, den Martinimarkt umsetzen zu können, war da“, begründete Uwe Bartels. Denn nach und nach wurden die strikten Corona-Beschränkungen gelockert. Aber nicht in dem Punkt der Volksfeste und Großveranstaltungen, die auch weiter auf 1000 Besucher begrenzt sind. „So können wir den Martinimarkt nicht durchführen“, ist sich Uwe Bartels bewusst. Eine Absage sei das aber noch nicht.

Auf Nachfrage informierte Uwe Bartels, dass die Stadt kein Alternativkonzept zum bekannten Rummel habe. Die Verwaltung halte den Kontakt zu den Schaustellern, die von einer möglichen Absage nicht begeistert seien. „Bis auf Parchim und Klötze sind alle anderen Volksfeste in diesem Jahr abgesagt“, berichtete Uwe Bartels. Auch der Klötzer Rummel wird unter den gegebenen Umständen nicht stattfinden können. Nur klar sagen will das – auch knapp sieben Wochen vor dem Termin – keiner. VON MONIKA SCHMIDT

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare