Bürgermeister will sich im Hauptausschuss äußern

Martinimarkt 2020: Entscheidung bleibt noch geheim

Menschen, die nebeneinander vor den Fahrgeschäften stehen , und dichtes Gedränge auf den Gängen zwischen den einzelnen Buden – so wird der Martinimarkt in diesem Jahr nicht ablaufen können. Ob er überhaupt stattfindet, lässt die Stadt weiter offen. 
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Menschen, die nebeneinander vor den Fahrgeschäften stehen , und dichtes Gedränge auf den Gängen zwischen den einzelnen Buden – so wird der Martinimarkt in diesem Jahr nicht ablaufen können. Ob er überhaupt stattfindet, lässt die Stadt weiter offen.

Klötze – Während alle großen Volksfeste in Deutschland für dieses Jahr nach dem Ausbruch von Corona schon früh abgesagt wurden, hielt sich die Stadt Klötze mit der Entscheidung über den Martinimarkt bedeckt.

Man wolle noch abwarten, wie sich die Lage entwickelt, antwortete Bürgermeister Uwe Bartels seit Ausbruch der Coronapandemie und den damit verbundenen Einschränkungen immer wieder auf die Frage, ob das größte Innenstadtfest der Altmark 2020 stattfinden wird. Die Vorbereitungen für den Rummel liefen wie in jedem Jahr an. Vorstellungen, wie ein Volksfest mit Zehntausenden von Besuchern und dichtem Gedränge umgesetzt werden sollte, hatte die Stadt nicht. Doch vor der Entscheidung, den Martinimarkt, so wie in alle anderen Stadtfeste in der Altmark, abzusagen, drückte sich die Verwaltung lange Zeit.

Die noch gültige Eindämmungsverordnung des Landes lässt den Rummel – zumindest an seinem ursprünglichen Termin Ende Oktober – nicht zu. Denn Volksfeste und Großveranstaltungen sind danach bis zum 31. Oktober untersagt. Erst Mitte September will das Kabinett von Ministerpräsident Reiner Haseloff über eine neue Eindämmungsverordnung beraten. Ob es weitere Lockerungen gibt oder ob es angesichts steigender Covid 19-Fälle durch Urlaubsrückkehrer auch in Sachsen-Anhalt und der Altmark zu erneuten Einschränkungen kommt, ist dabei noch völlig offen. Auch im Klötzer Rathaus werde der steigende Trend an Infektionszahlen „sehr kritisch“ betrachtet, teilt Hauptamtsleiter Matthias Reps auf AZ-Anfrage mit. „Es gab bezüglich der Durchführung des Martinimarktes vor der Sommerpause schon rege Diskussionen und Variationen der Durchführung“, informiert Matthias Reps im Auftrag von Bürgermeister Uwe Bartels weiter. Nach der Sommerpause sollte die Entscheidung, ob der Martinimarkt stattfindet oder nicht bekannt gegeben werden. „Der Bürgermeister wird im öffentlichen Teil der Hauptausschusssitzung bekannt geben, ob und wann es eine Durchführung des Martinimarktes in 2020 noch geben wird oder ob das größte Innenstadtfest der Altmark auch abgesagt wird“, deutet Matthias Reps an, dass eine Entscheidung zwar schon gefallen ist, die Stadt diese aber noch nicht öffentlich machen will. Der Hauptausschuss tagt am Mittwoch, 2. September, ab 19 Uhr im Ratssaal. VON MONIKA SCHMIDT

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