Anregungen von Einwohnern zur Neugestaltung der Friedhofssatzung

Liegezeiten staffeln

+
Roland (v.l.) und Evelyn Predehl brachten bei der letzten Stadtratssitzung des Jahres noch einmal das Thema Friedhof zur Sprache. So sollten die Liegezeiten für die einzelnen Begräbnisarten gestaffelt werden.

Klötze / Immekath. Die das ganze Jahr über währenden Debatten um die Friedhofsgebührensatzung der Stadt Klötze sind noch nicht ausgestanden. Das wurde bei der letzten Stadtratssitzung des Jahres in Immekath deutlich.

Dort waren gleich mehrere Einwohner aus Kunrau erschienen, die ihre Meinung zu diesem Thema sagen wollten. Ronald Predehl hatte Anfang Dezember in einem Brief an die Stadt mitgeteilt, dass seiner Ansicht nach auch die Gebühren für die Nutzung der Trauerhalle in der Kostenschätzung mitgerechnet werden müssten. „Dieser Ansatz ist falsch“, erwiderte Bürgermeister Matthias Mann und sicherte dem Kunrauer noch eine detaillierte schriftliche Erläuterung zu.

Evelyn Predehl beschäftigte sich dagegen mit der Liegedauer. Diese ist ihrer Ansicht nach zu lang bemessen. Die Stadtratsfraktionen hatten bereits angekündigt, sich im neuen Jahr mit diesem Thema noch einmal gesondert beschäftigen zu wollen. Die Kunrauerin machte schon einmal Vorschläge: „Für eine Urnengrab ist eine Liegezeit von 30 Jahren zu lang“, stellte sie fest. Eine Dauer von 15 Jahren müsste ausreichend sein, ist die Kunrauerin überzeugt. Auch für die so genannte Grüne Wiese ist in der Klötzer Satzung eine Liegezeit von 30 Jahren vorgesehen. „In Magdeburg beträgt diese nur fünf Jahre“, hatte Evelyn Predehl in Erfahrung gebracht. Das empfand sie als zu kurz, aber: „Eine Staffelung der Liegezeiten müsste schon sein“, gab sie den Stadträten als Anregung mit ins neue Jahr.

Bereits mehrfach brachte Evelyn Predehl im Stadt- und Ortschaftsrat einen weiteren Einwand vor: Wenn ein Grab vorfristig abgeräumt wird, ist eine Gebühr fällig. „Diese 30 Euro Strafe sind für mich ein Hohn“, sagte die Kunrauerin. Zumal sie die Begründung, dass durch die dann kahle Grabstelle der Pflegeaufwand höher sei, nicht teilte. „In Kunrau machen das die Besitzer der umliegenden Grabstellen einfach mit“, erläuterte Evelyn Predehl den Stadträten. Auch dieser Punkt sollte noch einmal überdacht werden, bat sie.

Von Monika Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare