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Liebeslieder mit ganz viel Augenzwinkern

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Von: Monika Schmidt

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ein Konzert in einer Kirche mit Sängerin und Publikum
Als französische Chansonnette mischte sich Kerstin Finger ins Publikum. © Monika Schmidt

Liebeslieder mit ganz viel Augenzwinkern präsentierten Kerstin und Andreas Finger bei ihrem Konzert in Schwiesau.

Schwiesau – „Die Liebe ist der Schlüssel zum Glück.“ Davon ist nicht nur die Schwiesauer Ortschaftsrätin Elke Beneke überzeugt. Der Ortschaftsrat und der Gemeindekirchenrat hatten gemeinsam zu einem Liebesliederkonzert mit der Gruppe Hoahnenfoot aus Dannefeld in die Kirche eingeladen. Nicht nur die Liebe, auch die damit verbundenen Turbulenzen und Konsequenzen wurden vom Ehepaar Kerstin und Andreas Finger musikalisch beleuchtet. „Wenn die Liebe erwidert wird, ist es etwas ganz Besonderes“, kündigte Elke Beneke an. Die Fingers besangen auch, was passiert, wenn sich die große Liebe nicht als solche entpuppt. „Lass’ die Morgensonne endlich untergehen“, so lautete der musikalische Wunsch eines Mannes, der in einem fremden Bett aufwacht, in dem sich die Partnerin absolut nicht als seine Traumfrau entpuppt. Lieder und Lyrik aus drei Jahrhunderten präsentierten Kerstin und Andreas Finger in Schwiesau. Sie musizierten zum ersten Mal in der kleinen Feldsteinkirche und waren von der Atmosphäre ganz begeistert. Dazu hatten auch die Frauen aus Schwiesau beigetragen, die die Kirche mit Blumen und vielen roten Herzchen dekoriert hatten. Spontan begannen sie ihr Programm mit einem alten Klostergesang „Wo die Liebe wohnt, ist unser Gott“. „Der Turm der Kirche grüßt uns jedes Mal, wenn wir von Breitenfeld hier durchfahren“, sagte der Dannefelder. Nach dem recht braven Einstand folgten im Verlauf des Abends einige „unartige Musenkinder“, nämlich Texte und Lieder, die nicht nur von der glücklichen Liebe handelten. So sangen Fingers von einem Bauersmann aus Arneburg an der Elbe, der seine Frau betrügt. Sie zahlt es ihm aber mit gleicher Münze heim. Auch der Altersunterschied zwischen Paaren wurde musikalisch thematisiert. Am Ende wünschte sich in dem alten Volkslied „Der Tod von Basel“ der jüngere Mann sein altes Weib wieder zurück. Bitterböse wie dieser waren so einige Lieder und Gedichte im Programm, das aber auch traditionelle Volkslieder wie „Wenn alle Brünnlein fließen“ und „Dat du min Leevsten büst“ bot. Im Kontrast dazu sang das Paar auch moderne Stücke wie „Seite an Seite“ von Christina Stürmer und „An den Ufern der Nacht“ von den Puhdys – Musik aus mehreren Jahrhunderten eben, die von den Zuhörern in Schwiesau mit viel Applaus bedacht wurde. „Wir wollen noch gar nicht aufhören“, stellte Elke Beneke am Ende fest. Dem Künstlerpaar ging es ähnlich und es ließ noch einige Zugaben folgen, bevor es beim gemütlichen Ausklang vor der Kirche Zeit für Gespräche gab. 

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