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Letztes Schuljahr in Kusey beginnt

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Von: Monika Schmidt

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Erwachsene in einem Klassenraum mit einer digitalen Tafel
Bei ihrer Besichtigung im März sahen die Klötzer Stadträte in der Kuseyer Grundschule auch die modernen Whiteboards. © Wolfram Weber

Wohin die Grundschüler, die aktuell die Kuseyer Grundschule besuchen, ab August 2023 beschult werden, ist noch unklar. Die Schule in Kusey jedenfalls beginnt am 25. August das letzte Jahr ihres Bestehens.

Kusey – „Möge das letzte Schuljahr in Kusey ein schönes, erfolg- und erlebnisreiches Schuljahr werden.“ Das wünscht sich die Kuseyer Schulleiterin Sandra Trikaliotis.

Im Mai hatte der Klötzer Stadtrat nach vielen Diskussionen und unter großen Protesten aus Kusey das Aus für die Grundschule zum 31. Juli 2023 beschlossen. Für die etwa 90 Schülerinnen und Schüler sowie die fünf Lehrerinnen und das weitere Personal bedeutet das, dass sie viele Dinge in diesem Jahr zum letzten Mal machen werden: Einschulungsfeier, Sportfest und die Weihnachtsolympiade zählen dazu. Wohin die Kuseyer Grundschüler im Schuljahr 2023/24 gehen, ist noch offen. Dazu hat die Stadt Klötze als Schulträger noch keine Entscheidung getroffen. Die neuen Einzugsbereiche werden vom Stadtrat festgelegt, müssen aber auch mit dem Altmarkkreis abgestimmt werden. Noch hat es vom Stadtrat keine Äußerungen gegeben, ob alle Schüler nach Kunrau wechseln sollen – an der dortigen Grundschule wäre genügend Platz – oder ob die Schuleinzugsbereiche so verändert werden, dass auch einige Kinder in Zukunft in Klötze an der Purnitzschule unterrichtet werden.

Wie Sandra Trikaliotis in ihrem Elternbrief informiert, sollen laut Ankündigungen der Stadt die Elternvertretungen in die Entscheidung einbezogen werden. Bis dahin startet an der Kuseyer Grundschule für die Zweit- bis Viertklässler der Unterricht am 25. August wie gewohnt um 8 Uhr. Und das zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ohne Auflagen und Einschränkungen. Die Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händewaschen, Nies-Etikette und Abstandhalten gelten aber weiterhin. Auch Mädchen und Jungen, die die erste Klasse besuchen und erst am 27. August offiziell eingeschult werden, werden in den ersten beiden Tagen auf Wunsch an der Schule betreut. Sie erhalten bis 13.30 Uhr Spiel- und Beschäftigungsangebote und können, wenn sie angemeldet sind, im Anschluss den Hort besuchen. Wie Sandra Trikaliotis die Eltern weiter informiert, wird der Unterricht für die 90 Schülerinnen und Schüler in diesem letzten Schuljahr in vier Klassen erfolgen, es gibt fünf Lehrerinnen an der Schule, eine abgeordnete Lehrerin für den Religionsunterricht und eine pädagogische Mitarbeiterin. Damit ist ausreichend Personal da, um die gesetzlich vorgegebene Pflichtstundenzahl für jedes Kind im Stundenplan gewährleisten zu können. Allerdings könne es jederzeit krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen Abweichungen und vorübergehende Änderungen geben, kündigt die Schulleiterin schon einmal vorsorglich an.

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